Monster, Bienen und Hexen

Der Faschingsumzug anlässlich des 44. Geburtstags der Faschingsgesellschaft Dietmannried lockte am Sonntag zahlreiche Besucher nach Dietmannsried. Fotos: omp

Nicht nur durch seine legendären (am Wochenende wieder beginnenden) Narrensitzungen ist Dietmannsried zu einer schwäbischen Narrenhochburg herangereift. Alle fünf bis sechs Jahre organisiert die emsige Faschingsgesellschaft auch einen Umzug durch den Ort. Und der sorgte am vergangenen Sonntagnachmittag einmal mehr für Furore.

20 000 Schaulustige drängten sich an den Straßenrändern der Dietmannsrieder City, als sich 70 farbenfrohe Faschingswagen und Fußgruppen durch die Massen schlängelten. Pulverdampf, Schlachtruf-Geschrei, rhythmische Musik und auch Schnee-Flockenwirbel waren die Begleiter der fröhlichen Veranstaltung, die den Höhepunkt des Jubiläumsjahres bildete (seit 44 Jahren besteht die Faschingsgesellschaft Dietmannsried). Natürlich mischten auch viele heimische Gruppen mit. Man denke nur an den Geisterland-Monsterwagen vom „Dietmannsrieder Duranand“. Die Schmunzler auf ihrer Seite hatten auch die örtlichen Fußballer: Wegen der WM-Vergabe an Katar klebten an allen Ecken und Ende Riesen-Geldscheine. Gleich mit neun Gruppen waren die Faschingsfreunde aus Untrasried vertreten. Beispielsweise fuhren fünf Mönche auf einem 5er-Tandem, während andere den „Pyramidenbau zu Untrasried“ demonstrierten. Nicht nur die Musikkapellen aus Dietmannsried, aus Krugzell, Lauben und Schrattenbach gaben den Ton ab. Auch die Rockmusik der „Red Baroons“ schallte durchs Dorf: Die Bayern-Fans feierten den zweiten Sieg in Folge und rechnen nun mit einer Teilnahme am Champions-League-Endspiel. Vielleicht gesellen sich ja den „Roten Teufel“ von Heiligkreuz zu den Unterstützern. Ein Sieg sollte dann „aladno und sowieso“ drin sein. Mit diesem Schlachtruf machte sich der Moosbacher Prinzenwagen bemerkbar. Schaurige Hexen Die Hexen aus Kempten und Memmingen schafften das eher durch ihre schaurige Optik. Und aus Überbach war ein großer Bienenschwarm eingeflogen. Noch höher oben auf der Prinzenkutsche thronte das Dietmannsrieder Prinzenpaar Markus II. und Barbara I. Begleitet vom unüberhörbaren Schlachtruf des Hofstaates: „Gockolores ohe!“

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