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In Isny Halt gemacht

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Der Pulk war gerne zum Gruppenbild angetreten. Noch war das Wetter schön zum Radeln, Foto: Schubert

Isny – Vor zwei Jahren war Sebastian Burger schon einmal in Isny vorbei gekommen um auch hier für mehr Anerkennung von depressiven Erkrankungen zu werben und einfach das Wort „Depression“ in den richtigen Blickwinkel zu rücken.

Mit seinen Aktionen kann auch er keine Bewusstseinsänderung beim deutschen Durchschnittsbürger erreichen aber steter Tropfen höhlt den Stein, und irgendwann wird sich auch daran etwas ändern. So radelt er wieder durch Deutschland, wird an 133 Fahrtagen durchschnittlich 55 Kilometer pro Tag zurück legen und im September, nach Beendigung der siebten Etappe Bilanz ziehen können. Mit- machaktionen gibt es wieder in siebzig Städten auf der Strecke und dann ist wahrscheinlich auch, wie in Isny, die Presse vor Ort um die Aktion entsprechend in die Medien zu bringen. Als der Pulk in Isny ankam wurden die Tandemfahrer von einer Gruppe sportlicher Senioren begleitet, die von Kempten mit ankamen und nach kurzer Rast auch wieder dorthin zurück fuhren. Sie treffen sich regelmäßig im „Haus der Senioren“ in der Schützenstraße und planen dann gemeinsame Radtouren. Die drei Tandems sind zur Hälfte mit Mitfahrern besetzt, die an Depressionen leiden und auf dieser Fahrt ein anderes Lebens- gefühl vermittelt bekommen sollen. Die angekündigte Schülergruppe hatte allerdings nicht an dieser Etappe teilgenommen. Der Ortsverein des ADFC hatte mit seinen Vertretern Robert Blaser-Sziede und Albert Steiner die Begrüßung übernommen und erst einmal zu einem Kaffee eingeladen. Von der Stadt war als Vertreter des Bürgermeisters Peter Clement gekommen. Zusammen mit Sebastian Burger wurde dann die weitere Route besprochen und nachdem auch noch von der „Arkade“, dem sozialen Zentrum für Gemeindepsychiatrie im Landkreis Ravensburg ein kleines Vesper entgegen genommen wurde, machten sich die Tandems wieder auf ihren Weg. In Richtung Lindau ging die Fahrt, dort wollten sie aber erst am nächsten Tag ankommen. Anschließend führte die Route dann wieder nach Norden und Sebastian Burger freut sich darüber, dass die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit deutlich zugenommen hat. Die Träger der gesamten Tour sind der ADFC mit seinen Ortsverbänden, die Barmer Ersatzkasse, der Aktion Mensch und mit Unterstützung der Deutschen Depressionsliga als Trägerin des Projekts ist alles gut abgesichert. Die Deutsche Depressionsliga ist bundesweit die einzige Organisation, die sich mit der Depression beschäftigt. Wer sich auch an einer der Fahrten beteiligen möchte, kann sich im Internet unter: www.mood-tour,de/etappe informieren. Manfred Schubert

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