Ausbau der B12

Abgeordnete erhöhen den Druck

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Kolonnen auf der B12 gehören zum gewohnten Bild. Dr. Gerd Müller und Thomas Kreuzer wollen daher in Berlin und München weiter Druck machen. Archiv

Kempten – Der Ausbau der B12 zwischen Buchloe und Kempten sowie die Modernisierung der Bahnverbindungen im Allgäu sind die vorrangigen Ziele der heimischen CSU in den kommenden Jahren.

Das bekräftigten sowohl Bundestagsabgeordneter und Staatssekretär Dr. Gerd Müller als auch Staatsminister Thomas Kreuzer am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Kempten. „Das Allgäu steht hinter der B12“, betonte Kreuzer. Wenn es um die B12 geht, ist Thomas Kreuzer, Leiter der Münchner Staatskanzlei, mittlerweile mit seiner Geduld am Ende: Bis die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans 2015 endgültig steht, will der Kemptener jedenfalls nicht mehr warten, erklärte er am Mittwoch. Bereits vorher könnte unter Umständen mit Hilfe des Innenministeriums in München eine der Hauptverkehrsadern im Allgäu zwischen Kempten und Kaufbeuren dreispurig mit wechselseitigen Überholstreifen ausgebaut werden – mit der Option für den vierspurigen Ausbau, sollte es die B12 tatsächlich in den Bundesverkehrswegeplan schaffen. „Die Chancen dafür schätze ich als sehr gut ein“, sagte Kreuzer. „Sie erfüllt alle Voraussetzungen für einen Ausbau ähnlich der B19 Kempten-Immenstadt“, erläuterte Kreuzer. Bundestagsabgeordneter Dr. Gerd Müller wies auf die hohe wirtschaftliche Bedeutung einer funktionierenden Infrastruktur hin. „Wir haben die B19 abgeschlossen, wir haben die A7 abgeschlossen – überall war die CSU federführend“, sagte er. „Das war die Grundlage für die wirtschaftliche Weiterentwicklung des Allgäus“, so Müller weiter.
Angst vor Stillstand
Beide wiesen auf die Wichtigkeit der Aufnahme in den Verkehrswegeplan 2015 hin. Werde die B12 dann nicht integriert, bedeute das mindestens weitere zehn bis 15 Jahre Stillstand. Umso unverständlicher sei daher der Ausgang des Fischener Bürgerentscheids zum B19-Tunnel. „Alle Ampeln standen auf grün“, so Müller. Jetzt müsse die Gemeinde wieder bei Null anfangen – und vermutlich Jahrzehnte warten, bis wieder etwas geschehe. Um die Infrastruktur zu stärken, müsse auch bei der Deutschen Bahn weiter Druck gemacht werden. „Wir müssen die Bahn im Allgäu ins 21. Jahrhundert bekommen“, appellierte er. „Der Sprinter muss her.“ Es könne nicht sein, dass 2012 immer noch Lokomotiven fahren, die auf der Strecke von Oberstdorf nach München an die 800 Liter Diesel schlucken würden. In der Pflicht sieht er Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP). „Zeil muss nur einen grünen Haken dahinter machen – dann wird der Sprinter bestellt“, betonte er. Das sei für tausende Pendler wichtig, aber auch für die Tourismusdestination.Gleichzeitig forderte der Staatssekretär eine flächendeckende Breitband-Internetverbindung. „Jedes Haus, jeder Hof muss einen Breitband-Glasfaser-Anschluss bekommen“, appellierte Müller. Matthias Matz

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