Multikulturelle Party

Die Vielfalt der Kulturen dieser Welt war wieder einmal magischer Anziehungspunkt für unzählige Besucher auf der Kemptener Burghalde. Und da auch der Wettergott dem Internationalen Burghaldefest, das als Zeichen für ein respektvolles Zusammenleben verstanden werden will, gewogen war, herrschte beste Stimmung an den Essenständen mit Spezialitäten aus sieben verschiedenen Ländern und den Darbietungen mit Musik, Folklore und Tanz.

Während die Kinder in der Spielstraße neben dem Burgenmuseum voll auf ihre Kosten kamen, herrschte dichter und dichter werdendes Gedränge rund um Bühne und kulinarische Hotspots im oberen Bereich des Burggeländes. Döner, Köfte und Sosis dufteten am türkische Stand, Bosna Wurst und Cevapcici wurden am Balkan-Stand gereicht, mit Suvlaki und Zaziki verwöhnten die griechischen Köche ihre hungrigen Gäste, Pizza, Tiramisu und Co. repräsentierten die italienische Küche, das Haus International als Veranstalter des Festes reichte Kaffee und Kuchen und auch deutsche Grillspezialitäten fanden ihre Abnehmer im Burghaldebiergarten. Kulinarische Seltenheiten In den Nationalfarben gelb und grün gekleidet, signalisierten die brasilianischen Vertreter exotischere Kulinarik, die von Longdrinks bis zu Bohuhos de Peixe, zu Deutsch Fischkroketten, reichte. Neugierig wurden die Spezialitäten des afrikanischen Kontinents erst einmal begutachtet, bevor Hähnchenbrust mit Petersilie, Salatsoße mit frischen Mangos und Mais oder Lamm mit Erdnußsoße à la Südafrika begeistert verspeist wurden. Dazu gab es Fladen aus „Teff“, einem Mehl mit hohem Eisenanteil, das es nur in Äthiopien und Eritrea gibt, wie Weghata Azez dem KREISBOTE erklärte. Seit fünf Jahren in Kempten, fühlt sich die gebürtige Eritreerin hier heimisch. „Meine Familie ist schließlich hier“, erzählte sie in fließendem Deutsch von ihrem hiesigen Mann und der gemeinsamen einen Monat alten Tochter. Auch grünen Kaffee gab es zu kosten, zubereitet in einem amphorenartigen Tongefäß über dem Feuer. Nur mit Zucker getrunken, fehlte ihm die Bitterkeit des schwarzen Kaffees, die eine angenehm fruchtige Note ersetzte. Schon fast Tradition beim Fest International, hatte das Team am libanesischen Stand Akkordarbeit bei der Falafel-Herstellung zu leisten. „Heiß und ganz frisch sind sie am besten“, betonte Mahmoud Mikkaoui, der vor rund zehn Jahren aus Beirut nach Kempten gekommen war, während er die kleinen Bällchen aus Kichererbsenmehl, frischem Gemüse und arabischen Gewürzen in rasendem Tempo formte und ins heiße Öl warf. Lange Partynacht Und auch in diesem Jahr gab das Fest hinreichend Anlass mit neuen Menschen ins Gespräch zu kommen, gleich ob hier geboren oder heimisch geworden. Als abendlicher Höhepunkt wurde zu karibisch-afrikanischen Klängen der Band „Kariba“ noch bis spät in die Nacht gefeiert. Mehr Musik und Essen aus Sierra Leone, Südafrika und Eritrea kann übrigens am 18. Juli ab 18 Uhr im Haus International genossen werden.

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