Kunstwerke wieder abgebaut

Sozialbau legt nach

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Legten beim Abbau des „blauen Franz“ Hand an: (v.li.) Sozialbau-Chef Herbert Singer, Künstler Markus Elhardt und OB Thomas Kiechle.

Kempten – Der „blaue Franz“ am Fuße der Freitreppe ist weg. Vergangenen Montag ging die Aktion „60 Tage Kunst für dich“ zu Ende.

Wie mehrfach berichtet, hatte die Sozialbau zu ihrem 60. Jubiläum den Kemptenern für 60 Tage sechs Kunstwerke im öffentlichen Raum „geschenkt“. Während es im Laufe der Aktion drei Kunstwerke durch unterschiedlich starken Vandalismus in die Schlagzeilen schafften, rückte zum Finale der „blaue Franz“ in den Mittelpunkt. In Anwesenheit von Sozialbauchef Herbert Singer und dem aus dem Urlaub frisch an den Rathaus-Schreibtisch zurückgekehrten OB Thomas Kiechle sowie dem Erschaffer des wegen seines unverhüllten männlichen Geschlechts polarisierenden „Franz“, Markus Elhardt, wurde er prominent per Kran ins „Taxi“ mit Destination Werkstatt des Künstlers gehievt.

Aber nicht nur die sechs Kunstwerke sind aus dem Stadtbild verschwunden. Wie Singer lachend berichtete, sei die Aktion „in der Summe“ so gut angekommen, „dass inzwischen auch unsere Stühle ausverkauft sind“. 60 Liegestühle in Sozialbau-Blau mit Firmenschriftzug hatte das Unternehmen im Rahmen der Kunstaktion in der Innenstadt aufgestellt und damit zum Verweilen eingeladen. Offensichtlich stießen Gestaltung und Angebot auf so großen Gefallen, dass die auffälligen Kunst-Aktions-Accessoires dauerhafte Liebhaber fanden. Für die Sozialbau, laut Singer, ein fast schon einkalkulierter Schwund.

Das Ende der Kunst-Aktion läutet den Beginn einer weiteren Aktion im Jubiläumsjahr der Sozialbau ein: „60.000 € für unsere Heimat“, ein Betrag, den die Sozialbau an Initiativen, Projekte, Vereine & Co. verteilen will, die, so Singer, „dem Gemeinwesen nützen“. Vergeben werden Fördersummen von 500 Euro bis 5000 Euro pro „Herzensangelegenheit“, für die man sich bis 21. Oktober 2016 bei der Sozialbau Kempten, Allgäu Straße 1, 87435 Kempten oder per E-Mail unter heimatprojekte@sozialbau.de bewerben muss.

Kiechle befand „beide Ideen klasse“, Kunstaktion wie Projektförderung. Bezüglich der Kunst im öffentlichen Raum räumte er ein, dass es etwas sei, „was wir eigentlich zu wenig machen“. Einen großen Schritt gehe man da jetzt aber mit den künstlerischen Stelen am Dachser-Kreisel, gesponsert durch das gleichnamige Logistikunternehmen (der Kreisbote berichtete).

Christine Tröger

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