"Nachhilfe ist für viele Schüler notwendig"

„Es hat sich viel verändert in den letzten 15 Jahren“, berichtete Dr. Dieter Rödel, einer der beiden Inhaber der Schülerhilfe in Kempten, vergangenen Donnerstag anlässlich der Feier zum 15-jährigen Bestehen der Einrichtung. „Die größten Veränderungen sind wohl die allbekannte PISA-Studie, die sechsstufige Realschule sowie das achtstufige Gymnasium. Jede Veränderung hat Vor- und Nachteile.“

Das G8 mache es schwieriger, für die Schüler freie Termine zu finden. Manche Eltern denken, Ganztagsschulen würden den Nachhilfeunterricht ersetzen. Dem sei aber nicht so, betonte Rödel. „Nachhilfe ist nach wie vor für viele Schüler notwendig, um erfolgreich einen Schulabschluss zu erlangen“. Bürgermeistern Sybille Knott (FW) wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass in Kempten in den letzten 15 Jahren im Schnitt 15 Prozent aller Schulabgänger ohne Abschluss die Schule verlassen haben. Ebenso viele würden keinen Ausbildungsplatz finden, da ihnen die Grundvoraussetzungen fehlten. Daher freue sie sich besonders über die fünf Stipendien im Wert von 3825 Euro. „Das ist eine schöne Aktion und wir werden sicher mit Hilfe des Jugendamtes und der Jugendhilfe Kinder finden, die die Unterrichtsstipendien gut gebrauchen können“, bedankte sich Knott. Mit den Stipendien können fünf Schülern fünf Monate lang zweimal wöchentlich je 90 Minuten den Nachhilfeunterricht bei der Schülerhilfe kostenlos besuchen. Um sich von anderen Anbietern zu unterscheiden, hat sich die Schülerhilfe nach DIN ISO 9001 vom TÜV zeritifizieren lassen. Das soll den Eltern eine zusätzliche Sicherheit für die Qualität der Nachhilfe bieten. Es werden in kleinen Gruppen Schüler aller Schularten, Jahrgangsstufen und Fächer unterrichtet. Neben dem Nachhilfe- und Förderunterricht bietet die Schülerhilfe auch gezielte Vorbereitungskurse auf Übertritts- und Abschlussprüfungen an. "Pädagogisch sinnvoll" Eine Schulstunde kostet zwischen fünf und neun Euro. Gearbeitet wird bewusst in kleinen Gruppen. „Dies ist aus pädagogischen Gründen sinnvoll“, erläutert Rödel. Nervosität und Prüfungsänste könnten so effektiver abgebaut und die Motivation sowie das Selbstbewusstsein der Schüler eher gesteigert werden als beim Einzelunterricht. Besonderen Wert wird bei der Schülerhilfe auf eine entspannte Atmosphäre gelegt, damit „Lernen wieder Spaß macht.“ Birgit Senger und Dr. Rödel raten allen Eltern, bei Lernproblemen mit einer Anmeldung zum Nachhilfeunterricht nicht zu lange zu warten. Denn mit jeder weiteren schlechten Note sinke das Selbstvertrauen des Schülers und die Unlust am Lernen werde immer größer. Außerdem dauere es dann umso länger, bis die Wissenslücken wieder geschlossen werden können.

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