Die Narren stürmen das Rathaus

Von den Narren in der Schandgeige gefangen: Claus Fehr und Rainer Magenreuter. Foto: Schubert

Mit viel Schwung und unter den Klängen der Isnyer Guggenmusik hat die Narrenzunft „Lachende Kuh“ am Donnerstag das Rathaus in Isny erobert. Schon auf dem Balkon vor seinem Büro legten die Narren Bürgermeister Rainer Magenreuter und dem Leiter des Bauamtes, Claus Fehr, die Schandgeige an. Im Triumphzug ging es dann in den großen Sitzungssaal. Maskenmeister Erwin Rudhart trug dort die „Sünden“ des Bürgermeisters vor.

Am liebsten hätten die Narren auch noch den neuen Leiter des Hauptamtes mit dem Bürgermeister zusammen vorgeführt, aber er glänzte durch Abwesenheit, auch wenn er als Hägele durchaus zu den Maskenträgern der „Lachenden Kuh“ gepasst hätte. Der Bürgermeister ist ebenfalls Mitglied in der Narrenzunft und trägt das Gewand eines Kuhtreibers. Zuftmeister Frank Müller zufolge trägt er es aber viel zu selten und nicht auf den Umzügen. Auf dem vorgezeigten Stadtplan war nach Meinung des Maskenmeisters auch einiges nicht auf dem neuesten Stand. Nicht nur, dass die Umgehungsstraße darauf scheinbar noch im Bau ist, nein, das (noch nicht gebaute) Zunfthaus der „Lachenden Kuh“ ist ebenfalls noch nicht eingetragen. Rainer Magenreuter war sich allerdings nicht ganz sicher aus welchem verstaubten Regal der Stadtplan aufgetaucht war. „Und immer noch ein Gegenwort“, meinte Frank Müller darauf. Von den Narren bekam Magenreuter ein T-Shirt mit dem Aufdruck „100% nicht dabei“. Mit dem Isnyer Fasnetlied und einem kräftigen „He Muh!“ endete der offizielle Teil und der gemütliche Teil der Veranstaltung begann. Die Mitarbeiter des Rathauses und die große Zahl an Gästen waren mit Würsten und Wecken, einem Bier und anderen Getränken beschäftigt. Rainer Magenreuter und Claus Fehr kamen aus der Schandgeige heraus und ganz so schlimm war das Leviten lesen auch nicht ausgefallen.

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