Netto geht, Feneberg kommt

Nach 50 Jahren ist das Schicksal des Feneberg-Marktes am Hildegardplatz offenbar besiegelt: Schon Anfang 2014 könnte ein Umzug der Filiale in die Salzstraße 29 vollzogen werden, wie Thomas Feneberg am Montag erklärte. Dort hat die Netto-Filiale am vergangenen Samstag relativ kurzfristig geschlossen. „Es gibt ganz konkrete Pläne“, bestätigte Feneberg die Informationen des KREISBOTEN.

Bereits im August hatte unsere Zeitung darüber berichtet, dass die Feneberg-Verantwortlichen über einen Umzug des Hildegardplatz-Marktes in die Salzstraße nachdenken. Nun nimmt der Plan detaillierte Formen an. „Es sieht ganz gut aus“, sagte Thomas Feneberg am Montag auf Anfrage. „Die Planungen laufen.“ So könnte ein Umzug bereits Anfang 2014 vollzogen werden, ließ er durchblicken. Die Filiale am Hildegardplatz – eine der ältesten des Familienunternehmens überhaupt – würde dann geschlossen. Angestrebt sei ein „fließender Übergang“. Kommt ein Umbau? Möglich macht dies die Schließung des Netto-Markts am Wochenende. Nach unseren Informationen läuft der Mietvertrag des Discounters Ende Oktober aus. Bestrebungen ihn zu verlängern, soll es keine gegeben haben. Allerdings ist die dortige Fläche wohl zu klein für einen neuen Feneberg-Markt. Denn dem Geschäft „Bürobedarf Weiß“ wurde der Mietvertrag gekündigt, wie Mit-Inhaber Timo Angerer bestätigte. Spätestens Ende. Juni werde das Geschäft geschlossen. Derzeit sucht Angerer einen neuen Laden. Denkbar wäre also, dass beide Gebäude zumindest im Erdgeschoss zu einer zusammenhängenden Fläche umgebaut werden. Probleme in der Anzahl der Parkplätze in der Salzstraße befürchtet Thomas Feneberg nicht. „Das sind mehr als am Hildegardplatz“, sagte er. „Denn dort waren gar keine Kundenparkplätze für uns ausgewiesen.“ Überhaupt ist immer wieder im Bereich Post- und Salzstraße zu hören, dass dort ein „kleines Unterzentrum“ entstehen soll als Gegenwicht zur südlichen Fußgängerzone mit dem Forum. In der Stadtverwaltung sollen die Pläne der Hausbesitzer und Ladenbetreiber auf Zustimmung stoßen, da man Interesse an Nahversorgern in diesem Quartier hat.

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