Netzer informiert

Zum traditionellen Unternehmerstammtisch hatte die Stadt Kempten diesmal in den Städtischen Bauhof eingeladen. Mit aktuellen städtischen Themen eröffnete OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) den Abend. Wenig rosig prognostizierte er die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt für das laufende Jahr, die er für das Jahr 2008 noch mit 36 Millionen Euro beziffern konnte. Heuer werde man voraussichtlich noch einmal unter den 2009 bereits nur noch 30 Millionen Euro liegen, verdeutlichte er den Trend. Dank der gebildeten Rücklagen könne für Investitionen auf Erspartes zurückgegriffen werden.

Auf einem „sehr guten Weg“ sah er die Stadt in Punkto Klimaschutz, unter anderem durch das AÜW-Engagement zur Förderung von Elektromobilität sowie „die viele Photovoltaik auf den Dächern“. In der Neugestaltung der Gerberstraße, die durch das Gesamtkonzept mehr als nur eine Aufwertung bringe, sah er das Potential, dass sich das Quartier „zur 1-A-Lage entwickelt“. Weiters warb er für die Nordspange, als Entlastung für den Berliner Platz mit derzeit „62000 Fahrzeugen pro Tag“. Als „kostenloses Serviceangebot“ kündigte er für die Homepage der Stadt Kempten eine Online-Gewerbeimmobilienbörse an, die derzeit entwickelt werde. Die Übersicht aktueller Angebote aller gewerblichen Immobilien mit näheren Angaben und Kontaktdaten des Anbieters soll die Suche für Interessenten „so einfach wie möglich machen“. Ein Schwerpunkt der städtischen Ausgaben liege mit 31 Millionen Euro in den nächsten Jahren klar bei der Schulbauoffensive, legte Netzer die Notwendigkeit dar, die Gebäude auf den Stand heutiger Ansprüche zu bringen. Fragen an die Bürger Nach einer ersten repräsentativen Bürgerbefragung Ende 1999 sollen im vierten Quartal diesen Jahres erneut Fragebögen verschickt werden, um für die Stadtentwicklung zu ergründen, „wie sich die Sicht der Bürgerinnen und Bürger auf ihre Stadt gewandelt hat“. Um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse sicherzustellen, soll neben neuen Fragen ein großer Teil der alten übernommen werden. Netzer gab sich „hoffnungsvoll, dass der Rücklauf wieder gut ein Drittel betragen wird“. Seinerzeit seien von 5000 verschickten Fragebögen 1716 ausgefüllt zurückgekommen, was einer Rücklaufquote von 34,4 Prozent entspreche und im vergleich zu ähnlichen Umfrage als „sehr gut einzustufen ist“, wie er meinte. Mit der Bürgerbefragung würden Ziele fokussiert wie die Intensivierung der Bürgerbeteiligung auf breiter Basis, Daten zur Umsetzung des Klimaschutzes zu erhalten, Art und Umfang des künftigen Wohnbaulandbedarfs genauer abschätzbar zu machen, den Grad der Nutzung städtischer Infrastruktur wie Museen und Jugendtreffs zu ermitteln oder auch den Grad der Unzufriedenheit beziehungsweise Zufriedenheit mit verschiedenen Angeboten der Stadt zu erfahren. Die Befragung „ist ein gutes Werkzeug für die weitere Entwicklung unserer Stadt“, meinte er ab-schließend.

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