194 neue Betten für Kempten

Direkt im Anschluss an die bigBOX wird das „Big Box Hotel“ errichtet. Die entsprechenden Pläne segnete der Bauausschuss jetzt einstimmig ab. Grafik: Bauverwaltung

„Das tut Kempten gut“, freute sich Stadtrat Siegfried Oberdörfer (SPD) am Dienstag vergangener Woche im Bauausschuss über die Hotelpläne der Familie Feneberg. An der Ecke Tierzuchtstraße/Kotternerstraße soll ein Hotel mit 123 Zimmern verteilt auf sechs Obergeschosse und direktem Anschluss an die bigBOX entstehen. Den entsprechenden Bauantrag segnete der Bauausschuss einstimmig ab.

Auf einer Grundfläche von 42 mal 44 Metern soll das „Big Box Hotel“ entstehen. Insgesamt sind in den sechs Obergeschossen 52 Einzel- und 71 Doppelzimmer vorgesehen, erläuterte Dr. Franziska Renner, Leiterin des Bauordnungsamts. Im Erdgeschoss ist Platz für die Hotellobby, einen Frühstücksraum sowie ein Restaurant und eine Bar. Im siebten Obergeschoss soll die Technik untergebracht werden. Zudem ist ein Dachpavillon und eine Terrasse geplant. Rund 25 Meter hoch soll das Haus werden. Damit ist das Hotel etwas niedriger als der höchste Punkt des Forums. Zwischen Hotel und bigBOX soll durch ein Treppenhaus eine direkte Verbindung hergestellt werden. So können die Gäste direkt vom Hotel in das Seminarium der bigBOX gelangen. Die notwendigen Parkplätze können noch im Forum-Parkhaus nachgewiesen werden. Laut Renner ist das gutachterlich bestätigt. Noch geklärt werden müssen eine mögliche Außenbestuhlung des Restaurants an der Tierzuchtstraße und die Platzierung der Werbeanlagen. Beide Punkte waren aber nicht im Bauantrag zu behandeln. Die bigBOX könne künftig Synergieeffekte ausnutzen, freute sich Oberdörfer. Herbert Karg (FW) begrüßte, dass diese Anzahl an Hotelbetten geschaffen wird, da im 2010 erarbeiteten Tourismuskonzept für Kempten klar wurde, dass ein Bedarf an Hotelplätzen bestehe. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) war von den Bauplänen der Familie Feneberg ebenfalls begeistert. „Das, was vor zehn bis 12 Jahren bereits angedacht war – ein komplettes Tagungs-, Kongress- und Seminarzentrum – kann nun verwirklicht werden“, frohlockte er. Tourismuschef Heinz Buhmann könne ein Lied davon singen, wie viele Seminarangebote in den vergangenen Jahren abgelehnt werden mussten, da keine Kombination aus geeigneten Räumen und Hotelzimmern angeboten werden konnten. „Das ist eine Chance, einen neuen Markt zu erschließen“, freute sich der Rathauschef.

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