Neue Büros am St.-Mangplatz

Im Haus St.-Mang-Platz Nummer 5 soll durch die Lebenshilfe neues Leben einkehren. Foto: Matz

In das Gebäude St.-Mang-Platz 5 zieht wieder Leben ein: Die Lebenshilfe Kempten möchte in dem denkmalgeschützten Haus ihre Büros einrichten. Die neue Nutzung begrüßten die Bauausschuss-Mitglieder vergangene Woche einhellig, nicht so ganz glücklich waren sie dagegen mit der notwendigen Brandschutztreppe, die am Gebäude angebracht werden muss. Trotzdem stimmten sie den Plänen der Lebenshilfe zu, vorausgesetzt der Nachbar hat nichts gegen die Treppe.

Das fünfgeschossige, denkmalgeschützte Gebäude am St.-Mang-Platz 5 war bisher als Wohn- und Geschäftshaus genutzt worden. Die Lebenshilfe Kempten möchte darin Dr. Franziska Renner, Leiterin des Kemptener Bauordnungsamts, zufolge nun einen Seminarraum im Erdgeschoss und in den oberen Geschossen des Hauses Büros einrichten. „Das Treppenhaus und die denkmalgeschützte Struktur bleibt erhalten“, erläuterte Renner den anwesenden Stadträten. "Wie in der Bronx" Künftig sollen zudem auf allen Ebenen Balkone angebracht werden. Dafür muss an der Südecke des Hauses jedoch eine Brandschutztreppe angebracht werden, die alle Balkone miteinander verbindet. Das bereitete den Stadträten quer durch die Fraktionen ein wenig Bauchschmerzen. „Die Fluchttreppe ist nicht schön“, betonte CSU-Fraktionschef Erwin Hagenmaier. „Das schaut ein bisschen aus wie in der Bronx.“ Stadtrat Siegfried Oberdörfer (SPD) freute sich dagegen zwar einerseits, dass das Gebäude so genutzt werden soll, fand jedoch die Treppe auch nicht schön und regte an, ob nicht eine Vormauerung angebracht werden könnte. Nachbar muss dafür sein Laut Amtsleiterin Renner liegt der Bau der Treppe außerhalb des Baufensters, daher ist eine Befreiung notwendig. Die werde jedoch nur erteilt, wenn der Nachbar (St.-Mang-Platz 7) den Plänen der Lebenshilfe auch zustimmt. Unter dieser Voraussetzung befürwortete der Bauausschuss schließlich einstimmig die vorgelegten Pläne. Ebenfalls genehmigt wurden dadurch auch gleichzeitig der Einbau einer 5,30 Meter breiten Dachgaube und die Ablöse von sechs Stellplätzen, die durch einen Vertrag zwischen den Parteien geregelt werden soll.

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