Neue Duftnoten vom Eggener Berg

Passend zur Allgäuer Festwoche erweitert die Allgäuer Werkstätten GmbH ihre Seifenproduktpalette um die Allgäu-Serie. Unser Foto zeigt einen Blick in die Fertigungsstätte der Allgäuer Werkstatt am Eggener Berg. Foto: Allgäuer Werkstätten

Wo atmet man im Sommer die Luft von Bergen und Seen, wo riecht es im Winter nach Schnee und Hüttenzauber? Natürlich im Allgäu – und daher hat die Allgäuer Werkstätten GmbH mit ihrer Seifenproduktion eine „Allgäu-Serie“ entwickelt. In diesen Tagen – aktuell zur Allgäuer Festwoche – kommt sie auf den Markt und nimmt den Trend zur heimatbezogenen Marke „Allgäu“ auf: Da sind die Flüssigseifen oder auch die „Allgäuer Schauer“ für Sie und Ihn. Neu ist zudem die Erweiterung der Produktpalette auf die Allgäuer Buam und Mädele.

„Auf der Allgäuer Festwoche 2010 haben wir das ‘Prinzessinnen-Bad’ bereits getestet: Mit Begeisterung ist uns die glitzernde Duschprobe aus der Hand gerissen worden“, berichtet Christina Thüringer. Sie leitet die Werkstatt für seelische Behinderungen (S-Werkstatt) am Eggener Berg, in der die Seifenproduktion seit über 15 Jahren angesiedelt ist. Damals produzierte die Seifenabteilung Flüssigseife für Spender mit Nachfüllcharakter, die an einzelne Firmen im Allgäu geliefert wurde. Heute haben die Allgäuer Werkstätten Kunden im gesamten süddeutschen Raum. Rund 60 000 Liter verlassen jährlich die Werkstatt. Zum einen sind das nach wie vor Nachfüllsysteme für Seifenspender, die bei unterschiedlichsten Betrieben und auch Behörden eingesetzt werden, zum anderen sind das handelsübliche Größen (0,3 l Dispenserflasche), wie sie – beispielsweise – über die Firma Feneberg vertrieben werden. „Neben den Seifenspendern findet der 1-Liter-Nachfüll-Beutel großes Interesse.“ Beliebt sind ebenso die „Reisegrößen“, die beispielsweise über die einzelnen Werkstätten vertrieben werden – oder auch auf der Allgäuer Festwoche zu haben sind. Regelmäßige Kontrollen In den vergangenen Jahren sind die Kosmetikvorschriften und die Hygieneauflagen erheblich strenger geworden. „Wir haben unsere Produktionsstätte nach den neuesten EU-Richtlinien entsprechend modernisiert“, so Thüringer. „Und natürlich werden wir regelmäßig kontrolliert“ – durch Laboruntersuchungen, dermatologische Tests, Sicherheitsbewertungen. „Es ist nicht zu sehen, was für ein Aufwand hinter der Seifenproduktion steckt“, so die Leiterin der S-Werkstatt. „In einem Schrank bewahren wir Proben von sämtlichen Einheiten auf, die das Haus verlassen haben.“ Darüber kann kontrolliert werden, ob die Seife konstant bleibt oder beispielsweise mal ausflockt. Für die zwölf Mitarbeiterinnen mit seelischem Handicap gehören Hygieneseminare mit zum Alltag im Arbeitsleben. Weiße Kittel, Haarhauben etc. gehören zur Arbeitskleidung. Einige Mitarbeiter sind bereits seit vielen Jahren dabei. Gruppenleiter Bernhard Schlober, hat in der Werkstatt inzwischen seine eigene kleine „Hexenküche“, wie Christina Thüringer es nennt. „Hier wird nach der feststehenden Grundrezeptur schon mal die eine oder andere Duftnote und Farbgebung angepasst.“ Kamille, Apfel, Zimt – die Duftpalette ist breit gefächert. Für die neue „Allgäu-Serie“ wurde die Seifenabteilung allerdings von einem Schweizer Produktentwickler unterstützt. So enthält das neue „Schauer-Duschgel“ unter anderem ein Edelweißextrakt – ein Aroma, das einen mental in die Bergwelt versetzen kann.

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