"Kempten ist kulturelles Zentrum"

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OB Thomas Kiechle (v.li), Dr. Richard Schießl, Referent für Wirtschaft, Kultur und Verwaltung, Museumsleiterin Dr. Christine Müller Horn, Kulturamtsleiter Martin Fink und sein Amtsvorgänger Dr. Gerhard Weber.

Kempten – Der erste Juli „ist schon ein wichtiger Tag fürs Kulturamt“, eröffnete OB Thomas Kiechle die Pressekonferenz, in der nicht nur die neuen Personalien im Kemptener Kulturamt vorgestellt worden (der Kreisbote berichtete).

Dr. Gerhard Weber übergab zum Monatsbeginn die Kulturamtsleitung an seinen bisherigen Stellvertreter Martin Fink. und Dr. Christine Müller Horn hat die Museumsleitung übernommen. „Wir haben einen Wandel vollzogen, der Auswirkungen haben wird“, verkündete der OB zugleich die Neu- strukturierung des Kulturamts sowie zwei neue Stellen, eine für Kulturmanagement, die andere ein Volontariat. die schon bald besetzt sein sollen. „Wir haben jetzt eine Stärkung des Amtes“ und mit einem eigenen Kulturausschuss auch eine politische Vertretung, betonte er das „Signal nach außen“. Im Rahemn der finanziellen Möglichkeiten will die Stadt damit zeigen, dass Kultur einen nicht geringen Stellenwert hat, wie in Kiechles Ausführungen zu lesen war. „Die Aufgaben sind so vielfältig und anspruchsvoll geworden“ - Stichwort Kunstnacht - dass sie „so nicht mehr leistbar sind“, meinte er. Von den nun flacheren Hierarchien, die laut Wirtschaftsreferent Dr. Richard Schiessl bislang eher „etwas überorganisiert“ gewesen sei- en, verspricht sich Fink eine „stärkere Zusammenarbeit“ der Stellen unter seiner Leitung: APC-Entwicklung und archäologische Denkmalpflege auf gleicher Ebene mit dem Kulturma- nagement, darunter Museen, Stadtbücherei und Archiv. „Unser Kulturangebot trägt ganz maßgeblich Ihre Handschrift“, bedankte sich Kiechle bei Weber, der sich aus gesundheitlichen Gründen auf eigenen Wunsch bis zum Ruhestand in gut einem Jahr der Entwicklung des Archäologischen Parks Cambodunum (APC) und der archäologische Denkmalpflege widmen will. Kiechle würdigte den „Kulturmensch“ Weber, dessen Arbeit ursprünglich in der Kemptener Archäologie begonnen hatte, als Mann, bei dem „neben der fachlichen Qualifikation immer auch das Menschliche im Vordergrund“ gestanden habe. „Es waren elf gute Jahre“, blickte er auf das Wirken Webers als Kulturamtsleiter zurück, dessen Wissen glücklicherweise noch eine Weile zur Verfügung stehe. Früher sei der APC oft zu kurz gekommen, „jetzt habe ich Gele- genheit aufzuholen“, freute sich Weber. Ein „wahnsinniges Potential“ und Anziehungskraft, sieht auch Fink, ebenfalls Archäologe, im APC. In den rund eineinhalb Jahren als stellvertretender Amtsleiter habe er sich bereits Respekt verdient und „einen Namen gemacht“, lobte der OB. Keine Langeweile versprach er der neuen Museumsleiterin und verwies auf das langfristige Großprojekt Museumsentwicklung. Müller Horn bezeichnete Kempten als das „kulturelle Zentrum im Allgäu“, das Kultur sogar im Leitbild stehen habe. Christine Tröger ct

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