Neue Herausforderung

Schulleiterin Christine Müller-Sobotta (2.v.r.) freut sich auf ihre neuen Aufgaben in der Nordschule. Schulrat Johann Fasser (v.l.), Birgitt Richter, Leiterin des Amts für Kindertagesstätten, Schulen und Sport und OB Dr. Ulrich Netzer heißen sie herzlich willkommen. Foto: Läufle

„Es ist ganz toll, was an der Schule geboten wird. Ich bin beeindruckt“, sagte die neue Schulleiterin der Nordschule, Christine Müller-Sobotta, vergangene Woche bei ihrer Vorstellung im Rathaus im Büro von OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Die 45-Jährige trat Anfang September die Nachfolge von Ulf Kronmüller an.

Vor ihrem Wechsel an die Nordschule war Christine Müller-Sobotta vier Jahre lang Rektorin an der Grundschule Heiligkreuz und zuvor zwei Jahre Konrektorin an der Grundschule auf dem Lindenberg. Ihre Lehramtsprüfung machte sie eigenen Angaben zufolge ebenfalls in Kempten. „Ich bin nicht gerne von Heiligkreuz gegangen“, sagte sie bei ihrer Vorstellung. Allerdings sah sie in der freiwerdenden Schulleiter-Stelle an der Nordschule eine neue Herausforderung, die sie annehmen wollte. Nun ist sie für 346 Schüler verteilt auf 17 Klassen zuständig. Ihre Ziele an der neuen Schule sind erstmal richtig ankommen und die vielen Veränderungen fortführen, die be- reits erfolgreich begonnen haben. „Die Dinge, die laufen sollen erstmal weiter gefestigt werden, da will ich nicht gleich mit was Neuem kommen“, betonte sie. Aus ihrer Sicht gibt es an der Nordschule bereits viele tolle Angebote wie Mittagsbetreuung, Mittagessen („Endlich gibt’s auch für mich mal ein warmes Mittagessen.“), die Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring und dem Angebot an Differenzierungsstunden. „Hier gibt es viele Stunden, in denen zwei Lehrkräfte gleichzeitig in der Klasse sind. So können nicht nur die schwächeren Schüler besser gefördert werden, sondern auch die stärkeren“, freute sich die Rektorin. Intensiver Austausch Von der Jugendsozialarbeit an der Schule ist die 45-Jährige ebenfalls sehr begeistert. „Frau Fuhrmann, die bereits seit vielen Jahren hier tätig ist, ist eine wichtige Kontaktperson für die Eltern“, unterstrich die neue Rektorin, die sowohl mit der Jugendsozialarbeit als auch mit dem SJR, den Lehrern und den Schülern einen intensiven Austausch anstrebt. Das Besondere an der Nordschule ist ihrer Meinung nach aber vor allem, dass es eine Inklusions-Profilschule ist. „Das ist nur eine Bereicherung. Wir als Lehrkräfte können von diesen Kindern eine Menge lernen“, so Müller-Sobotta. Wie Schulrat Johann Fasser erläuterte, besteht eine intensive Kooperation mit der Astrid-Lindgren-Schule. Mittlerweile gibt es drei Klassen, in denen behinderte und nichtbehinderte Schüler gemeinsam unterrichtet werden. „Diese Form der Inklusion findet man selten“, betonte Fasser. „Hier hat die Nordschule Inklusionsgeschichte geschrieben.“ Neben der Nordschule gibt es in Kempten noch drei weitere Profilschulen für Inklusion: die Grundschulen auf dem Lindenberg, an der Sutt und die Gustav-Stresemann-Schule. „Die Vernetzung in Kempten ist unglaublich gut“, lobte Fasser.

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