Neue Ideen

Mehrere Verbesserungsvorschläge zum Weihnachtsmarkt hat Stadträtin Regina Liebhaber (SPD) jetzt in einem Brief an OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) formuliert. Ein originelleres Programm, Nikoläuse statt Weihnachtsmänner und eine bessere Verteilung der Essens- und Getränkestände schweben ihr vor. „Global denken, regional handeln“ soll der Leitsatz sein.

Liebhaber lobt die Entwicklung des Weihnachtsmarktes in den vergangenen Jahren, er sei zu Recht ein Publikumsmagnet. Trotz des gelungenen Angebots und der „heimeligen vorweihnachtlichen Atmosphäre“ sehe sie jedoch noch Entwicklungspotenzial. Programm, Verkaufsangebot und Ausgestaltung des Kemptener Weihnachtsmarktes sollen sich stärker von dem anderer Märkte abheben. Liebhaber plädiert für ein „eigenes, durchgängiges und unverwechselbares Profil“. Kunst, Musik, traditionelles, lebendiges Handwerk und regionale Produkte sollen den Schwerpunkt bilden. Liebhaber wünsche sich zudem besondere Angebote für Kinder. Bei der Musik soll die Stadt auf heimische Chöre und Gruppen setzen. Auf „Jingle Bells“ und Co. möchte sie ebenso verzichten wie auf den Weihnachtsmann, denn „der passt nicht zu Kempten“. Der Nikolaus soll stattdessen in der Vordergrund rücken. „Nicht alle Trends verdienen Nachahmung“, so die Stadträtin. Bei der Wahl der richtigen Motive könne man die Trachten- und Heimatvereine einbeziehen. Denn die engagieren sich ja bereits mit der Aktion „Nikolaus kontra Weihnachtsmann“ in diese Richtung. "Eher abschreckend" „Eher abschreckend als einladend“ wirke der Eingangsbereich an der Kronenstraße. Der Grund: Die vielen Glühwein- und Bratwurststände dort seien abends so gut besucht, dass es insbesondere für Eltern mit Kinderwägen und Rollstuhlfahrer nur schwer ein Durchkommen gebe – ein vermeidbares Hindernis, meint Liebhaber. Außerdem wirke es so, als sei der ganze Weihnachtsmarkt überfüllt. Liebhaber wünsche sich deshalb eine bessere Verteilung der gastronomischen Stände. Die SPD-Stadträtin bittet darum, ihre Vorschläge im Hinblick auf die Planung für 2009 zu prüfen.

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