Neue Kraft für die Region

Sich um die Wirtschaftsentwicklung zu kümmern ,sieht nach eigener Aussage die Wirtschafts- und Entwicklungsleitstelle Westallgäu (WEST) mit Standortmanagerin Andrea Schneider als ihre Hauptaufgabe. Die WEST könne bereits erste Erfolge vorweisen.

Mit den Unternehmern und Fachleuten vor Ort, mit den Kommunen und Ämtern gebe es eine Vielzahl von Einzelakteuren, die auf ihren Gebieten bestens Bescheid wissen. Doch jeder habe seinen speziellen Wirkungskreis. Eine neue, gemeinsame Kraft in der Region könne es erst geben, wenn jemand die Kräfte bündelt und das gezielt und doch mit Überblick. So entstehen Standortvorteile für eine Region. Und das genau mache die WEST, so Schneider. Zum Beispiel habe sich die WEST dem Thema Breitband und dem Versorgungsstand in der Region angenommen. „Breitband ist das, was früher die Flüsse und die Straßen waren. Es sind die Verkehrsadern für den Informationsfluss und fürs wirtschaftliche Agieren“, so Standortentwickler Dr. Gerald Mathis. Ferner habe die WEST in Zusammenarbeit mit den örtlichen Bürgermeistern Kontakt mit allen Unternehmen in den 13 Gemeinden des Gebiets aufgenommen und nach deren Bedarf an Flächen, an Kommunikationsstruktur und an Mitarbeitern gefragt. Dabei habe sich gezeigt, dass der Bedarf an zusätzlichen qualifizierten Mitarbeitern nach wie vor hoch ist. Mit den Gemeinden habe die Entwicklungsleitstelle eine Gewerbeflächenbilanz erstellt. „Das war sehr erfolgreich“, sagt Schneider. Ein erstes Paket von verfügbaren Flächen könne interessierten Gewerbe treibenden angeboten werden. Auch ein runder Tisch mit allen Bauamtsleitern sei erstmals zusammen gekommen und habe die Weichen für eine Optimierung von Genehmigungsverfahren gestellt. Neben der Betreuung bereits ansässiger Unternehmen und Neuansiedler kümmere sich die WEST um Existenzgründer. Sie biete eine kostenlose Beratung und habe Broschüren und Leitfäden zur Unternehmensgründung anzubieten. Ziel sei es, die Geschäftsideen potentieller Gründer gewissenhaft zu prüfen und mit einer sauberen Planung die Risiken zu minimieren. Überdies stelle die WEST den Kontakt zu Spezialisten und seriösen Beratern her. So habe sie bereits die ersten Gründer beraten. Teils sei es dabei es um Unternehmensnachfolgen, teils um neue Geschäftsfelder gegangen. Klar sei, dass bevor dies alles Geschehen konnte, die WEST sich selbst organisiert habe. Sie habe ihre Geschäftsstelle in Lindenberg aufgebaut, ein professionelles Erscheinungsbild erarbeitet und erste Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Denn Wirtschaftsentwicklung sei nicht nur eine Sache „von denen da oben“. Wirtschaftsentwicklung gehe alle an, schließlich gehe es um Arbeitsplätze und um eine prosperierende Region mit guter Infrastruktur.

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