Neue Lösung in Sicht

Am Waldrand in unmittelbarer Nähe zum Schachenmyr-Gelände soll jetzt der neue, 45 Meter hohe Sendemast der drei Anbieter gebaut werden. Foto: Matz

Für den Mobilfunkmast Ellharten/Eggen auf dem Schachenmayr-Gelände ist ein Alternativ-Standort gefunden: Laut Beschluss des Bauausschusses vom Dienstag vergangener Woche sollen E-Plus, O2 und vodafone ihren neuen 45 Meter hohen Sendemast unmittelbar am Waldrand in der Nähe des Fabrikareals aufstellen. „Aus meiner Sicht ist dieser Standort empfehlenswert“, erklärte Hans Ulrich-Raithel vom Münchner Umweltinstitut den Stadträten.

Wie bereits mehrfach im KREISBOTEN berichtet, muss die Sendeanlage auf dem Schachenmayr-Areal wegen des Abriss der Gebäude woanders neu aufgestellt werden. Daraufhin hatte die Bauverwaltung den drei Betreibern ein Kleingartengrundstück angeboten, das sich aber aufgrund seiner Lage, der Nähe zu Nachbargrundstücken und der Höhe des neuen Sendemastes von 45 Metern als dann doch nicht geeignet erwies. „Im Rahmen eines Ortstermins wurde als Kompromiss ein möglicher Alternativstandort im Waldbereich gesucht und lokal markiert“, erläuterte Uwe Weißfloch vom Stadtplanungsamt am Dienstag vergangener Woche. Bei dem Stück handelt es sich um ein etwa 13 mal zehn Meter großes Grundstück der Spitalstiftung unmittelbar am Waldrand, das an die Betreiber verpachtet wird. Vertraglich soll unter anderem geregelt werden, dass auf den Grundstücksbesitzer im Windbruchfall keine Schadensersatzansprüche der Telekommunikationskonzerne zukommt. Aus Sicht des Münchner Umweltinstituts ist der neue Standort hinsichtlich der Strahlenwerte genauso gut oder schlecht wie die beiden anderen. „Der Standort nutzt das ermittelte Optimierungspotenzial zu 90 Prozent aus“, erklärte Ulrich-Raithel. Dr. Franziska Renner, Leiterin des Kemptener Bauordnungsamtes, stellte gleich den entsprechenden Bauantrag der drei Sendemastbetreiber vor. Demzufolge soll ein 45 Meter hoher nach oben schlanker werdender Stahlgittermast gebaut werden. An der Spitze des Mastes sollen schließlich insgesamt drei Antennenebenen installiert werden. Der Bauausschuss stimmte auch diesem Antrag einstimmig zu.

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