Neue Pläne für altes Schulgebäude hinter dem Kloster Lenzfried

"Sensibler Bereich" verkauft

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Hier soll nach Wunsch des neuen Besitzers normale Wohnbebauung sowie betreutes Seniorenwohnen entstehen.

Kempten – Mindestens in Lenzfried pfeifen es schon alle Spatzen von den Dächern: das mit Ende des letzten Schuljahres frei gewordene Gebäude der Maria-Ward-Schule im Gerhardinger Weg 4 ist verkauft. Neuer Besitzer ist das Bauunternehmen brefa mit Sitz in Woringen.

Anders als das benachbarte Kloster Lenzfried, das sich in städtischem Besitz befindet, war das Schulgebäude im Besitz der Armen-Schulschwestern verblieben, die sich nun davon getrennt haben. Laut OB Thomas Kiechle besteht für das Grundstück mit lediglich der Schule als „Sonderbau“ allerdings derzeit (noch) kein Baurecht und auch „keine gesicherte Zufahrt“. Fakt sei, dass es sich um einen „sensiblen Bereich“ handle, und „unabhängig davon, was sich jemand vorstellt“, müsse es in die sensible Umgebung neben dem Kloster passen. Das sei der „entscheidende Standpunkt“, dem sich die Bebauung unterordnen müsse, betonte er, dass sich der Gestaltungsbeirat „als auch ich selbst genau anschauen“, was dort passieren soll.

Genaues zu den Plänen für das Gelände wollte bzw. konnte brefa-Projektentwickler Thomas Engelbrecht auf Nachfrage des Kreisboten noch nicht sagen, denn man sei nach einem ersten Kennenlerntermin „derzeit noch im Planungsstand mit der Stadt“. Im Fokus des Bauunternehmens steht laut Engelbrecht eine wohnungswirtschaftliche Nutzung sowie betreutes Seniorenwohnen. Gerne beantwortet er mögliche Fragen von Anliegern oder Interessenten (Tel. 0175/2466307).

Ruhig ist es dagegen nach wie vor um das Kloster selbst, in dem nur wenige Räume vermietet sind. Für Kiechle kein Drama, da die Bausubstanz gut sei. „Deshalb können wir uns noch Zeit lassen.“

Christine Tröger

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