Neue Räume

Das D + W Kaufhaus ist umgezogen: An der Illerstraße 17 hat es nun mehr Platz für die angebotene Ware. Fotos: moriprint

„Gebraucht – gut – preiswert“ – lautet der Slogan des D + W Kaufhauses der Diakonie Kempten-Allgäu. Nach ersten Jahren in der Mühlberggasse ist das Gebrauchtwarenkaufhaus in neue, größere Räume in die Illerstraße 17 umgezogen. Am Freitag gab es eine kleine Eröffnungsfeier. Noch in diesem Herbst soll über den St. Mang-Platz ein weiterer, dann ebenerdiger Eingang in die neuen Räume geschaffen werden. Momentan ist hier noch die Näh- und Bügelstube untergebracht.

Mit dem Umzug gibt es nicht nur mehr Platz für die gut erhaltenen, teils fast neuen Textilien, Schuhe, Kleinhaushalts- waren oder Kinderspiele. Gleichzeitig erfolgt ab sofort an dieser Stelle auch die Annahme und Sortierung der Kleidung. Bisher mussten diese Waren im D + W Werkhaus im Allmey 18 abgegeben werden. „So sind die Synergieeffekte besser gegeben“, erklärte Diakonie-Geschäftsführer Wolfgang Grieshammer. Viele Aufträge Der im Werkhaus frei gewordene Platz hat bereits eine neue Verwendung gefunden: Er wird der Arbeitstherapie zugeordnet. „Neben dem Holzprojekt haben wir hier auch Verpackungsaufträge von Firmen, zum Beispiel Primavera oder Heilemann.“ Besucher der Tagesstätte für psychisch Kranke haben hier Zuverdienstmöglichkeiten. Auch im Kaufhaus mit dem angegliederten Näh- und Bügelservice sind Zuverdienstmöglichkeiten gegeben. „Die Näh- und Bügel- stube kommt sehr gut an“, bestätigt Grieshammer. Das neue Domizil hierfür werden die alten D + W Räume sein. Der Umbau der Räumlichkeiten geschieht unter der Mitwirkung von geschickten Klienten-Händen. Sie sowie die beiden Hausmeister der Diakonie und ein Praktikant bringen die Räume auf Vordermann. „Die Idee in Kempten ein Gebrauchtwaren-Kaufhaus für Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten zu eröffnen, wurzelt in der Tradition der Diakonie als Helferin für in Not geratene Bürger“, erinnerte Grieshammer an die Anfänge. Dabei habe sich die Kleiderkammer zum Kaufhaus und der „Bedürftige“ zum „Kunden“ entwickelt. „Für rund 120 Personen bzw. Familien mit geringem Einkommen, die Arbeitslosengeld II, Wohngeld oder Sozialhilfe erhalten, gibt es eine Diakonie-Club-Karte, mit der sie 50 Prozent Rabatt auf die Mehrzahl der Waren erhalten“, erklärt Helga Öder, Sprecherin des Kaufhaus-Leitungsteams.

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