Kempten Tourismus stellt zahlreiche neue Angebote vor

Gäste nach Kempten locken

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Noch mehr Gäste sollen künftig nach Kempten gelockt werden.

Kempten – Zahlen, die einen boomenden Tourismus in unserer Stadt belegen, kann Kemptens Tourismuschef Heinz Buhmann regelmäßig vermelden. Im Ausschuss für Kultur und Tourismus legte er nun in Auszügen auch dar, was dafür alles unternommen wurde, wird und im kommenden Jahr werden soll.

Wie er betonte seien die Maßnahmen in rund 20 Sitzungen durch das „Forum Tourismus Kempten“ – drei Vertreter der Kemptener Hotellerie sowie Vertreter des Einzelhandels, des Kulturamtes, der bigBOX, einer Werbeagentur, von Kempten Tourismus und schließlich dem Tourismusbeauftragten des Stadtrates – zusammen mit den entsprechenden Arbeitskreisen erarbeitet worden.

Eine „immer größere Rolle“ spielen laut Buhmann die Stadtführungen, von denen 25 an der Zahl im touristischen Angebot zu finden seien. Neu sind die jeweils erlebnisorientierten Kinder- und Jugendführungen, die aufgrund einer zunehmenden Nachfrage in diesem Bereich hinzugekommen seien. Dass damit eine Lücke geschlossen werden konnte zeigen nicht nur die von Buhmann mit über 80 bezifferten Buchungen für beide innerhalb der letzten drei Monate. Auch beim Zielpublikum scheinen sie gut anzukommen, wie der Kreisbote bei beiden selbst testen konnte. Ebenfalls neu ist eine App für Handy-Stadtführungen inklusive WLAN-Hotspot in der Tourist-Information und bis zum Jahreswechsel soll eine neue touristische Website unter www.kempten-tourismus.de an den Start gehen.

Für Urlaubsgäste soll ab 2017 die „Allgäu-Walser-Card“ noch mehr Vergünstigungen in Kempten bieten. Das „neue“ Kempten-Package soll zu den bereits für Kempten bestehenden Angeboten mit kostenlosem Parken, Eintritt in alle Museen und ins Cambomare, sowie die „Nutzung des ÖPNV für einen Tag“ locken und zu einem günstigen Preis – als „Ziel“ nannte Buhmann zehn Euro – überall im Allgäu buchbar sein. Auch für Kemptener Übernachtungsgäste sei ein zusätzliches Kempten-Paket geplant.

„Noch zu prüfen“ sei, ob für die angedachten touristischen Routen, „im Sinne von Themenpfaden“ in Kempten eine LEADER-Förderung möglich ist. Vorstellbar seien beispielsweise ein Römerpfad, Illerpfad und ein historischer durch Kempten zum Thema Doppelstadt.

Auch an Werbematerial für die Saison 2017 wird gearbeitet, wie am Rad-Package oder überarbeiteten Neuauflagen des Gruppenplaners und des offiziellen Stadtführers; auf Allgäuer Ebene auch der Städtebroschüre sowie der Städtedarstellung im Internet.

Bedient werden wollen laut Buhmann zudem diverse Medien, vom angefragten Fotoshooting bis zur Pressereise – Aufgaben, die wie sämtliche genannten Maßnahmen von Kempten Tourismus initiiert, geplant und umgesetzt würden.

„Großes Lob“ gab es von Michael Hofer (ödp), der sich über die „Allgäu-Walser-Card“ für Kemptener Übernachtungsgäste eine „Gratis“-Bus-Nutzung im Oberallgäu wünschte, wie es andersherum ja auch für Oberallgäuer Gäste in Kempten vorgesehen sei. Bedenken von Lothar Köster (SPD), dass durch den Wechsel von Kempten Tourismus vom Zuständigkeitsbereich Kulturamt zum KKU (der Kreisbote berichtete) auch Bereiche der Kultur dorthin verlagert werden könnten, sah Buhmann unproblematisch. „Es ist für uns vorstellbar, das wir bestimmte Kulturbereiche stärker vermarkten“. Es solle, so Buhmann weiter, „kein Nebeneinander sein, sondern ein stärkeres Miteinander“. Positiv sah Köster die Entwicklungen der „Allgäu-Walser-Card“ und verwies zugleich auf die „Südtirol-Card“, die ja „sehr viel weiter“ sei. „Wenn ich die finanziellen Möglichkeiten meiner Kollegen in Südtirol sehe, bekomme ich Tränen in den Augen“, benannte Buhmann den Knackpunkt.

Christine Tröger

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