Neue Wege begangen

Im großzügigen Gymnastikbereich informierte sich der Isnyer Unternehmerstammtisch über das Therapiezentrum STEP. Foto: Schubert

Nicht immer führen die Wege beim Unternehmer- stammtisch von Isny Aktiv in Weltfirmen und zu „Global Playern“, aber immer zu interessanten Denkanstößen. Manchmal sind es die kleinen Betriebe, die innovativ arbeiten und neue Wege aufzeigen. Zum Beispiel zwei Einrichtungen, die zwar im Ge- lände des Stephanuswerkes ihren Platz haben, aber deutlich Eigenständigkeit demonstrieren. So trafen sich die Unternehmer jüngst in den Räumen von S.T.E.P (Stärkung, Training, Entspannung, Prävention), sprachen aber erst einmal über das Stephanuswerk und die START-GmbH.

Rolf Jehle, bisher Leiter der Werkstätten und nun Gesamtleiter des Stephanuswerks, sprach über die Situation im Betrieb der Einrichtung. 130 Bewohner sind auf Dauer dort untergebracht. Die Rückgänge liegen im Bereich der beruflichen REHA, dort ist krisen- und konjunkturbedingt von den Trägern der Maßnahmen einiges an Abstrichen erfolgt. Im Anschluss hatte Elisabeth Rupf-Bolz Zeit für ihren Bericht über START, der seit 12 Jahren bestehenden GmbH, die sich aus kleinsten Anfängen hocharbeitete und sich zur Aufgabe machte, Langzeitarbeitslose, also Hartz IV Empfänger, wieder dem Arbeitsmarkt zuzuführen. START ist ein Dienstleister mit eindeutiger Zielsetzung. Die Gebiete Elektronik, Elektrotechnik, Montagearbeiten, Verpackungsarbeiten und Dienstleistungen wie Maler- und Lackiererarbeiten werden aus- geführt. Einhaltung der Qualitätsvorgaben, termingerechte Lieferung und flexible Produktionsabwicklung – im Bedarfsfall auch vor Ort in den Vertragsbetrieben – sind Standart geworden. Einige der Firmen, mit denen START zusammenarbeitet, verzichten inzwischen auf eigene Qualitätskontrollen und akzeptieren die Lieferungen wie sie hereinkommen, ohne hinzuschauen. Gesundes Unternehmen 32 ehemalige Langzeitarbeitslose sind zurzeit dort beschäftigt. Als gemeinnützig anerkannt werden bei der Ab- rechnung nur sieben Prozent Mehrwertsteuer fällig. Also ein gesundes Unternehmen, das lediglich zehn Prozent seiner Kosten aus öffentlichen Mitteln finanziert bekommt. Nach den umfassenden Informationen über START, war das STEP mit seiner Präsentation an der Reihe. STEP ist ein Therapiezentrum, das als GmbH mit Hilfe des Stephanuswerks entstand, als dort der geriatrische, stationäre und ambulante Reha-Betrieb mit Klinik geschlossen wurde. Sechs Physiotherapeuten und zwei Ergothera- peuten sind im Einsatz. Zu den Kursen und Therapien kann sich jeder anmelden. Das umfassende physiologische und ergotherapeutische Angebot ist in vielen Leistungen in das Programm der Krankenkassen aufgenommen. Weitere Informationen gibt es bei Susanne Würfel (Terminkoordination) telefonisch unter der 07562/74 16 55, bei Dorothee Urbainczyk (Leitung Physiotherapie) oder der kaufmännischen Leiterin, Gudrun Albrecht, die beim Besuch von Isny Aktiv die Einführung machte. Ein Projekt liegt den STEP-Mitarbeitern besonders am Herzen – die betriebliche Gesundheits-Prävention. In den großzügigen Therapieräumen können auch größere Gruppen Kurse belegen und jährlich 500 Euro sind von den Firmen dafür auch noch absetzbar.

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