Gestaltung des Bürgerparks an der Robert-Schuman-Mittelschule beschlossen

Treffpunkt für Jung und Alt

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Auf der großen Wiese an der Robert-Schuman-Mittelschule soll ein Bürgerpark für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren entstehen.

Kempten – Schon seit Jahren ist ein Bürgerpark an der Robert-Schuman-Schule in Sankt Mang im Gespräch. Ein erster Entwurf wurde unter Einbeziehung der Bürger 2012 vorgestellt, am vergangenen Dienstag konnten nun endlich konkrete Planungen präsentiert werden. Und: Mit der Umsetzung der Baumaßnahmen soll bereits im kommenden Jahr begonnen werden, wie der Bauausschuss einstimmig beschlossen hat.

Ausgangspunkt der Planungen eines Bürgerparks waren Defizite bei Kinderspielplätzen und öffentlichen Räumen, fehlende Treffpunkte für Jugendliche und mangelnde Freiraumangebote für Erwachsene und Senioren. Im Rahmen der Förderung des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ wurden bisher bereits die Generalsanierung der Robert-Schuman-Mittelschule, die Neugestaltung des Schulinnenhofs, des Pausenhofs und der Zugangsflächen sowie die Wiederherstellung des Kreuzbergeles realisiert. Als nächster Schritt soll nun der Bürgerpark angelegt werden, wobei das vorhandene Kreuzbergele als Besonderheit und Leitelement „Grüne Kante“ mit einbezogen werden soll.

Das Gesamtkonzept des neuen und überwiegend barrierefreien Bürgerparks soll, wie Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann erklärte, in vier verschiedene Teilbereiche aufgeteilt werden, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen:

Spielen und "Chillen" im Bürgerpark

Ein Kinderbereich soll eine Spiellandschaft für Kinder unterschiedlichster Altergruppe bieten. „Der bisherige Spielplatz ist sicher nicht optimal, das wurde auch bei der Bürgerbeteiligung als Defizit gesehen“, so Wiedemann. Eine neue Anlage mit Schaukel, Rutsche, Klettergerüst und Sandspielplatz soll die bisherigen Spielgeräte ablösen.

Auch die Jugendlichen aus dem Stadtteil sollen bei dem neuen Park auf ihre Kosten kommen. Für sie ist eine „Chill-Zone“, wie es Wiedemann formulierte, angedacht, mit Hängematten, einer Tischtennisplatte und Slackline. Es handle sich dabei aber um einen offenen und einsehbaren Bereich, damit die „soziale Kontrolle“ gegeben sei, wie Wiedemann erklärte.

Wasserspiel als "Highlight"

Den Mittelpunkt des Bürgerparks soll ein zentraler Platz bilden – ein Außenbereich und Treffpunkt mit barrierefreien Sitzmöglichkeiten für alle Generationen. Besonders begeistert zeigte sich Wiedemann von den „Wasserspielen“, die ebenso in diesem Bereich installiert werden sollen – eine Attraktion, die vor allem bei Kindern sehr beliebt sei, aber auch von Menschen mit motorischen Einschränkungen gerne genutzt werden. Dabei werden im Boden integrierte Nebeldüsen mittels Kontaktsteuerung für einige Sekunden im Wechsel ausgelöst. Der bereits neu gestaltete Pausenhof der Robert-Schuman-Mittelschule soll als viertes Element in das Gesamtkonzept des Bürgerparks eingebunden werden.

Eine im öffentlichen Teil der Sitzung anwesende Bürgerin äußerte den Wunsch nach öffentlichen Toiletten, da man sonst in die Büsche gehen müsste und dort „Tier und Mensch“ zusammenkämen. „Wir werden das prüfen“, versicherte OB Thomas Kiechle der Seniorin. Etwas zu den Planungen anzumerken hatte auch Karl Sperl (CSU), der sich zwar mit Siegfried Oberdörfer (SPD) einig war, dass der Bürgerpark ein Gewinn für Sankt Mang darstelle, allerdings gab Sperl zu Bedenken, dass erst im Frühjahr auf dem Kreuzbergele ein Kreuz aufgestellt worden sei, das sich in dem Bereich des zukünftigen Kinderspielplatzes befinden würde – „nicht vorteilhaft“, wie Sperl betonte. Auch dieser Punkt soll von Seiten der Verwaltung geprüft werden und unter Einbeziehung der Bürger eine geeignete Lösung gefunden werden, so Wiedemann.

Das Projekt soll noch im Herbst 2016 ausgeschrieben werden, sodass im kommenden Jahr mit der Realisierung begonnen werden kann. Dafür ist lediglich ein Bauabschnitt angesetzt, der etwa drei Monate dauern wird. Die Kosten belaufen sich nach derzeitigen Berechnung auf rund 530.000 Euro, die Maßnahme wird aber zu maximal 60 Prozent durch das Bund-Länger-Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ bezuschusst.

Lea Stäsche

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