Neuer Schwung für Europa

Gabi Gruber ist die neue Vorsitzende des Kreisverbandes Kempten der Europa-Union. Gruber tritt damit die Nachfolge von Heiko Burger an, der anlässlich der Hauptversammlung des Verbandes im Hotel-Restaurant „Sonnenhang“ aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidiert hatte. Grubers Stellvertreter ist Markus Piper, Schatzmeister ist Dr. Hans Schachtner. Beisitzer des Vorstandes sind Andrea Hill, Heiko Burger und Prof.. Dr. Ernst Führich. Das Amt der Kassenprüfer übernahmen Harald Voigt und der ehemalige Landtagsabgeordnete Günter Wirth.

Gruber bedankte sich für das ihr geschenkte Vertrauen und versprach dem europäischen Einigungsgedanken in Kempten neuen Schwung zu verleihen. Besonders wolle sie „die Wertigkeit und Bedeutung der Europäischen Union in der Öffentlichkeit – und besonders der Jugend – bekannt und bewusst machen“ und sich für mehr Bürgerbeteiligung in der EU einsetzten. Die Übernahme des Kreisvorsitzes der parteiübergreifenden Europa-Union verstehe sie auch als Signal zum Aufbruch und als Appell zur Teilnahme an der Wahl zum Europäischen Parlament am vergangenen Sonntag, wo sie selbst auf der Liste der CSU kandidiert hat. In seinem einführenden Referat hatte Bezirksvorsitzender Dr.Gerhard Böck (Dillingen) zuvor die Motivationslage zu Europa geschildert und spannte dabei einen Bogen vom alten Griechenland bis zur jetzigen Situation. Bleibe man beim Bild der griechischen Mythologie, als Europa eine junge phönizische Königstochter war, die von Göttervater Zeus in Stiergestalt entführt wurde, so könne man sagen, dass sich Europa heute sehr wohl noch in früher Jugend, „der Pubertät“, befinde und noch nicht vollständig erwachsen sei. Es müsse noch erheblich Schöpfungs- und Erziehungsinvestition geleistet werden, obgleich es eigentlich bisher schon eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte sei. Hoffnung auf mehr Transparenz Neben dem Lissabon-Vertrag, der mit seiner erhofften vollständigen Ratifikation Ende des Jahres Europa endlich transparenter und demokratischer mache, sei die Stärkung des Europäischen Parlamentes der gebotene Weg, „die Zügel des Stiers“ in der Hand zu behalten. Unter anderem mit dem spektakulären Misstrauensantrag gegen die EU-Kommission vor zwei Jahren, der zum Sturz einiger Kommissare geführt hatte, habe das EU-Parlament bewiesen, daß es seine Kontroll- und Aufsichtspflichten sehr ernst nähme. Mit dem bienenfleißigen schwäbischen EU-Abgeordneten Markus Ferber habe Schwaben ein besonderes Pfund vor Ort in Brüssel, das man nicht verspielen dürfe. Und mit Gabi Gruber stellte Kempten am Wochenende sogar selbst eine Kandidatin für das Europäische Parlament.

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