Neues Domizil für die Malteser

Mehr Raum für das Soziale Ehrenamt: Mit nunmehr zwei Etagen behindertengerecht umgebauter Räumlichkeiten in der Mozartstraße 5a realisierte der Malteser Hilfsdienst den großen Wunsch des Dienststellenleiters Johann Lory nach zusätzlichen Ausbildungs- und Aufbaumöglichkeiten des Sozialen Ehrenamts.

Nachdem der Diözesanseelsorger, Pfarrer Johann Margazyn, in Anwesenheit geladener Gäste der Öffentlichkeit und der Malteser Diözesanführung aus Augsburg die neue Lokalität mit „Weihrauch direkt aus Bethlehem“ eingeweiht hatte, berichtete Lory über den Vorgang des Umbaus. In diesem Zusammenhang bedankte er sich vor allem bei Vermieter Dr. Erwin Hörmann und dem Architekten Hermann Hagspiel, die wie auch das Möbelhaus Böck großzügige Spenden vorgenommen hatten. Für die zukünftige Arbeit baue er auf den guten Geist des Weins, der noch in den Räumen hänge. Lory berichtigte die Fehleinschätzung vieler Kemptener, die Malteser böten in Kempten immer noch einen Fahrdienst an. Dieser sei bereits seit 2007 eingestellt. Lory verwies jedoch auf die Fahrdienste von Rotem Kreuz und Johannitern. Momentan würden Erste Hilfe-Ausbildungen und, voraussichtlich ab September diesen Jahres, auch Schwesterhelferinnen- und Pflegediensthelferkurse angeboten. Im Sozialen Ehrenamt bestünde bereits der Besuch- und Begleitungsdienst, um „alte Menschen aus ihrer Einsamkeit herauszuholen“, sowie Lesepatenschaften in Kemptener Grundschulen. Geplant sei des weiteren das Projekt „Lebensmittelpakete“. Dieses laufe in Augsburg schon mit großem Erfolg. „Unterstützt werden dabei bedürftige, ältere Kemptener, die nicht mobil sind“, so Lory. Besonders für allgemeine Helferaufgaben, wie beispielsweise die Aktion „Das Allgäu packt’s“, seien weitere ehrenamtliche Mitarbeiter dringend erforderlich. Um neue Menschen für die Dienste der Malteser zu begeistern, kündigte er einen Informationsabend an. Lange Geschichte Der Diözesanleiter, Wolf-Dietrich Graf von Hundt, klärte in einem kurzen Vortrag über die Geschichte der Malteser auf: Die Wurzeln liegen im Jahr 1048, als Kaufleute aus Amalfi in Jerusalem ein Hospiz gründeten. Der daraus entstehende Ritterorden hatte zum Ziel, „das Leid geringer und das Elend erträglicher zu machen“. Ab 1834 war der Ordenssitz in Rom. Seitdem haben die Malteser diplomatische Beziehungen zu mehr als 100 Staaten und leisten in über 120 Ländern humanitäre Hilfe. In Deutschland zählt der Hilfsdienst fast eine Million Mitglieder. In Kempten wurde der Hilfsdienst 1966 in Sankt Mang gegründet, bis 1976 eine Leitstelle in Kempten entstand. Seit Oktober 2008 werden ehrenamtliche Helfer gesucht, um den Hilfsdienst weiter auszubauen. Große Professionalität In seinem Grußwort griff Kemptens Bürgermeister Josef Mayr (CSU) seine persönlichen Erfahrungen mit den Maltesern auf. Er habe mit Unterstützung der Organisation bereits einige Aktionen vorgenomment. So zum Beispiel auch ein Pfingsttreffen mit 2000 Menschen. „Ich schätze die Professionalität, Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit in der Arbeit der Malteser“.

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