Neues Konzept

Am Stand der Polizei vor dem Forum Allgäu konnten sich Passanten informieren und an verschiedenen Aktionen teilnehmen. Foto: Kampfrath

Das Innenministerium will die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 um 30 Prozent senken. Auch die Sicherheit auf Landstraßen soll steigen. Um diese Ziele zu erreichen, startet das Ministerium das Programm „Bayern mobil – sicher ans Ziel“. Am Donnerstag sprachen Polizeibeamte mit Politikern und Pressevertretern vor dem Forum Allgäu über das Konzept.

Das Programm beruht laut den Ordnungshütern auf drei Säulen: Die Polizei wird öfter kontrollieren, die Autoindustrie soll letzte Schwachstellen an Fahrzeugen beseitigen und beim Straßenbau sind Nachbesserungen mit Entschärfungen von Unfallschwerpunkten geplant. „Die Anzahl der Verkehrsunfälle steigt jedes Jahr um ein paar Prozent. Sie lässt sich wegen der höheren Verkehrsdichte auch nicht reduzieren“, erläuterte Peter Kaiser vom Polizeipräsidium Schwaben Süd/West. Heuer habe es vor allem im Kemptener Bereich deutlich weniger Unfälle mit Fußgängern und Radlern gegeben als im Vorjahreszeitraum. Alkohol stehe bei den Unfallursachen an achter Stelle. „Bei den schweren Verkehrsunfällen ist Alkoholeinfluss jedoch die dritthäufigste Ursache“, verdeutlichte der Erste Hauptkommissar. Die Nummer eins der Gründe für Unfälle seien Wenden, Rückwärtsfahren und Abbiegen. An zweiter Stelle folge die Geschwindigkeit, das Nichteinhalten des Mindestabstands liege auf dem dritten Platz. „Unfallschreiber für Pkw wären ein absolut probates Mittel, um Unfälle zu reduzieren“, meinte er. Durch die Geräte ließe sich der Unfallhergang genau rekonstruieren, sodass die Autofahrer vorsichtiger im Straßenverkehr seien. Außerdem sei die Rekonstruktion von gewissen Situationen ohne Unfallschreiber schwierig. „Wir haben eine Entwicklung zu immer mehr Aggressivität und Grenzgängertum im Straßenverkehr“, betonte Bürgermeister Josef Mayr (CSU). Man müsse den Leuten beibringen, dass Schnellerfahren eigentlich keine große Zeitersparnis bringe. Laut Mayr ist die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Polizei hervorragend. „Wir führen regelmäßig Verkehrsschauen durch.“ An dem Stand konnten Passanten außerdem an einem Gewinnspiel teilnehmen und ihr Fahrrad auf Verkehrssicherheit untersuchen lassen. Die Kinder durften sich auf ein Polizeimotorrad setzen und Radarfotos von sich schießen lassen.

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