Neues Sterne-Restaurant?

Das Künstlerhaus in der Beethovenstraße: Nun soll auch der Kemptener Starkoch Christian Henze Interesse an einer Übernahme bekundet haben. Archiv

Neues in Sachen Künstlercafè: Nach Informationen des KREISBOTEN soll der Kemptener Starkoch Christian Henze offenbar Interesse an der Übernahme des Gebäudes haben um dort ein Restaurant einzurichten. Mitte kommender Woche will Henze demzufolge die Fraktionen im Stadtrat informieren und sein Konzept vorstellen. Henze war bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe am Donnerstagabend für eine Stellungnahme allerdings nicht erreichbar. Eine Entscheidung über die Zukunft des Gebäudes ist nach Auskunft der Stadtverwaltung nach wie vor aber noch nicht gefallen.

Die voranschreitende Modernisierung der nördlichen Bahnhofstraße und das Auslaufen des derzeitigen Pachtvertrags haben das Künstlerhaus mit seiner prominenten Lage – auch bekannt unter dem Namen Künstlercafè – in den Blickpunkt von Investoren rücken lassen (der KREISBOTE berichtete mehrfach). „Interessenten gibt es derzeit zu genüge. Wir haben quasi alle Bereiche im Angebot”, hatte der städtische Wirtschaftsreferent Dr. Richard Schießl bereits im August gegenüber dem KREISBOTEN gesagt. So sollen nach unseren Informationen nicht nur Groß-Investor Dennis Rosing (Illerkauf, Zentralhaus) sondern auch Starkoch Christian Henze Interesse an einer Übernahme des Gebäudes in städtischem Besitz haben. Der Kemptener Sternekoch will offenbar dort ein Restaurant einrichten. Den Stadtratsfraktionen will er jedenfalls Mitte nächster Woche sein Konzept vorstellen. Ein entsprechendes Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden ging in dieser Woche raus. Christian Henze selbst war am Donnerstag für eine Stellungnahme gegenüber dem KREISBOTEN bis Redaktionsschluss nicht erreichbar. Allerdings wollen auch die jetzigen Betreiber, Marc Först und Tommy Leibfried, über das Auslaufen des Pachtvertrags Ende des Jahres hinaus im Künstlercafè weitermachen – mindestens bis 2015. Ein Problem haben jedoch beide Seiten: Das über 100 Jahre alte Gebäude in städtischem Besitz muss dringend und voraussichtlich für einiges Geld saniert werden. Für die Stadt wäre es daher die günstigere Lösung, das Gebäude zu verkaufen. Die Sanierung müsste dann der Käufer stemmen. Derzeit prüfen Techniker den Zustand des Gebäudes, erklärte Dr. Schießl am Donnerstagnachmittag auf Anfrage. „Wir untersuchen gerade detailliert die Kosten für verschiedene Varianten”, sagte er. Zu klären sei, welche Kosten mit welchem Konzept verbunden sind. Eine Entscheidung sei so schnell allerdings noch nicht zu erwarten. „Wir haben keinen Zeitdruck”, betonte Schießl. Schwindende Chancen? Marc Först und Tommy Leibfried arbeiten unterdessen wie angekündigt an ihrem Konzept, das bis Weihnachten fertig sein soll. Mit möglichen Partnern und Geldgebern „haben wir sehr gute Gespräche geführt”, berichtete Först am Donnerstagnachmittag. Allerdings sieht er durch eine mögliche Bewerbung Henzes seine Chancen schwinden, das Künstlerhaus über das Ende des Jahres hinaus weiterführen zu können. „Gerade bei der CSU wird es wohl einige offene Ohren dafür geben”, mutmaßte er am Donnerstag.

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