Neues Vergnügungsviertel für Kempten?

Im dritten Anlauf will die ips GmbH nun ein neues Bordell in Kempten durchsetzen. Foto: Archiv

Aller guten Dinge sind drei: Zum dritten Mal muss sich der Bauausschuss am Donnerstag, 15. September, mit einem Antrag der ips Grundbesitz GmbH auseinandersetzen. Wollten die Gersthofener bisher allerdings jeweils nur ein Bordell in einem bereits bestehenden Gebäude einrichten, gehen sie nun weiter: Mit drei Neubauten soll ein etwa 10 000 Quadratmeter großer Gebäudekomplex im Norden der Stadt aufgezogen werden.

Nach Angaben eines Unternehmenssprechers vom Freitag hat die ips GmbH aus Gersthofen offenbar Großes im Gewerbegebiet vor: Insgesamt drei neue Gebäude wollen die Augsburger bauen, darunter ein dreigeschossiges Bordell, ein Gebäude für drei Spielotheken und eins für ein weiteres Fast-Food-Restaurant. „Wir denken dabei an McDonald`s oder Burger King“, sagte der Sprecher am Freitagnachmittag gegenüber unserer Zeitung. Die Planungen für das Bordell hingegen gehen seinen Ausführungen zufolge dahin, etwa 25 Damen auf zwei Geschossen Apartments für ihre Dienste zu vermieten – womit es sich eindeutig um gewerbliche Prostitution handeln würde. „Es wird keine Hausleitung geben, da die Damen ja eigenständige Unternehmerinnen sind, und auch deswegen keine festen Öffnungszeiten“, verriet der Firmensprecher. „Wir vermieten die Apartments nur.“ Im Dachgeschoss soll außerdem eine Betriebsleiter-Wohnung eingerichtet werden. Investor und Betreiber der Gebäude soll die ips GmbH werden. Nachdem Bauverwaltung und Bauausschuss aber bereits zwei Anträge der ips auf Einrichtung von Bordellen in Kempten unter anderem mit Verweis auf die derzeit noch geltende Sperrbezirksverordnung von 1985 abgelehnt hat (der KREISBOTE berichtete mehrfach), macht man sich in Gersthofen wenig Hoffnung, den Antrag morgen durchzubekommen. „Ich denke, wir werden eher den Klageweg beschreiten müssen“, hieß es dazu. In der Kemptener Bauverwaltung wollte sich am Freitag niemand zu dem Thema äußern. Schließlich wolle man der Ausschusssitzung am Donnerstag ab 16 Uhr nicht vorgreifen, erklärte Baureferentin Monika Beltinger auf Anfrage.

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