"Nicht unerheblich"

Die Notrufeinrichtung an öffentlichen WCs mit Behindertentoilette ist zu wenigen Menschen bekannt, wie in der letzten Sitzung des Behindertenbeirats deutlich wurde.

Befindet sich ein Rollstuhlfahrer auf dem „stillen Örtchen“ dort in einer prekären Situation, kann er per Knopfdruck ein akustisches plus optisches Signal im Außenbereich auslösen, das Passanten dazu auffordert die 112 zu wählen und telefonisch Hilfe anzufordern – für die Betroffenen des Gremiums allerdings eine unbefriedigende Lösung. Deshalb regte Albrecht Hung, Vorsitzender des Beirats, nun die Integration einer Gegensprechanlage an. "Gewisse Verbesserungen" Mit 30 000 Euro bezifferte Uwe Gail, Leiter des Städtischen Betriebshofs, die Kosten für die Aufrüstung der insgesamt fünf betroffenen öffentlichen WC-Anlagen (am Zumsteinhaus, Rathausplatz, Königsplatz, Stadtweiher und Engelhaldepark). Für die jährlichen Betriebskosten setzte er weitere 5400 Euro pro Jahr an. Angesichts der „nicht unerheblichen“ Investition wollte Stadtrat Lothar Köster (SPD) zuvor Erkenntnisse darüber, „ob es bislang zu Schwierigkeiten gekommen ist“. Zudem wurde im Verlauf der weiteren Diskussion klar, dass eine Gegensprechanlage nicht für alle Rollifahrer nutzbar sein würde. Im Konsens mit den übrigen Beiratsmitgliedern befand sich OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) schließlich mit dem Vorschlag, als ersten Schritt auf dem organisatorischen Weg „gewisse Verbesserungen zu erzielen“.

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