Keine angst vor den "Großkopferten"

Hohn und Spott für die CSU

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Witzig, deftig und derb teilten Kommunalpolitiker aller Couleur am vergangenen Mittwochabend gegen die politischen Gegner aus wie auf diesem Bild die drei Kemptener ödp-Stadträte Michael Hofer (v.l.), Dr Philipp Jedelhauser und Helmut Hitscherich.

Kempten – Beim politischen Aschermittwoch der UB/ödp im Kellergewölbe der Osteria Antica nahmen die drei Stadträte Michael Hofer, Helmut Hitscherich und Philipp Jedelhauser die lokalen Probleme aufs Korn.

Themen wie das große Loch, der Baggerunfall, der Bücherei- und Museums-Wirrwarr, die Tiefgarage am Hildegardplatz und der Möbelriese Lutz-Neubert standen im Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. 

 Die Frage, wer denn den Baggerunfall beim Nordspangenspatenstich bezahlen soll, blieb unbeantwortet. Angeblich soll die Baggerfirma noch gar keine Rechnung gestellt haben, so Helmut Hitscherich. Und Philipp Jedelhauser setzt noch einen oben drauf: „Da kann man bloß froh sein, dass da nicht noch der teure Rettungshubschrauber gekommen ist“. Beim Stichwort Hubschrauber meldete sich Michael Hofer zu Wort. Inzwischen sei es wegen der Albträume der leitenden Akteure der Kemptener Kombinationsregierung zu einer Verlängerung für den Ausweichplatz in Durach gekommen. „Ich glaube wir müssen abwarten, ob aus dem Provisorium in Durach nicht doch noch ein Dauerzustand wird. Das wäre ja auch kein Wunder – von 110 Rettungshubschrauberstandorten in Deutschland sind 40 an Flughäfen oder Regionalflugplätzen, so Philipp Jedelhauser. Die drei Stadträte waren sich einig, dass das große Loch beim Forum als Eisfläche für den ESV Kaufbeuren der ideale Ort wäre. Da die Eishalle wegen Einsturzgefahr gesperrt ist, müssen die Kaufbeurer ihre Heimspiele auswärts austragen. Man müsste nur ein festes Geländer anbringen. Einen Namen hatte sich Michael Hofer auch schon ausgedacht: „IBA Kempten“, das steht für „Ice-Box-Arena“ Kempten. An vielen Stellen fehle es der Stadt an Geld, so das Trio weiter. Nur nicht, wenn die „Olifgarchen” und „Großkopferten” wie Feneberg (bigBOX-ZUschuss), Lattemann&Geiger (verschiedene Reinigungsdienste für die Stadt), Ski-Hörmann (Photovoltaik), Dorr (Biogasanlage) oder VW Seitz (Grundstücks-„Tausch” mit der Stadt) auf der Matte stünden. „Wohl dem, der es gut mit den Schwarzen kann.” Die ÖDP hat dem Haushalt der Stadt Kempten nicht zugestimmt. Helmut Hitscherich erläuterte ausführlich die Entscheidung der Partei. Er kritisierte, dass das Investitionsprogramm der Stadt Kempten wechsle wie ein Chamäleon. Bestimmte Projekte seien nicht mehr bezuschusst oder sogar gestrichen worden. Es gebe keine klare Linie, ob eine Maßnahme ins Investitionsprogramm aufgenommen wird oder nicht. Christine Lang

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