Noch mehr Sicherheit

Dank der neuen Neuronavigation ist in der Klinik für Neurochirurgieauch die navigationsgestützte Probenentnahme (rahmenlose Biopsie) möglich. Foto: Klinikum

Ohne Umwege sicher zum Ziel: Was das GPS für Autofahrer im Straßenverkehr ist, ist die neue Neuronavigation für die Ärzte in der Klinik für Neurochirurgie. Dank dieser Hochleistungs-Technologie am Klinikum Kempten sind die Chirurgen in der Lage, bei der Operationsplanung und während Operationen am Gehirn im Millimeterbereich vorzugehen. „Das bedeutet höchste Sicherheit für die Patienten“, betont Chefarzt Dr. Christoph Schul. Als einzige Klinik in der Region habe man somit den bundesweiten Standard für neurochirurgische Verfahren etabliert.

Insbesondere die Neurochirurgie am Gehirn könne dank der hochmodernen Technik präziser und komfortabler ausgeführt werden. Ein weiterer großer Vorteil sei die navigationsgestützte Entnahme von Gewebeproben (rahmenlose Biopsie) bei ungünstig gelegenen und häufig sehr kleinen Prozessen. Die Neuronavigation ist die computergestützte Technik in der Neurochirurgie. Aus den dreidimensionalen Bilddatensätzen kann der Chirurg vor der Operation die individuellen Strukturen genau studieren und den besten Zugang zu Tumoren, Gefäßmissbildungen oder zu funktionell gestörten Hirnarealen ausfindig machen. Wichtige Hirnbereiche wie Sprach-, Seh- und Bewegungszentren werden sicherer geschont, Hautschnitt und Schädelöffnung kleiner gehalten sowie unbeabsichtigte Verletzungen von Blutgefäßen vermieden. Durch die Ankoppelung der Daten an das Operationsmikroskop haben die Operateure stets eine Kontrolle über den Fortgang der Operation. Die zu Beginn des Jahres am Klinikum etablierte Klinik für Neurochirurgie erfreut sich allgäuweit einer hohen Akzeptanz. Seit Kurzem verstärken zwei neue Mediziner das Team der Fachärzte für Neurochirurgie: Dr. Ardeshir Adjili und Dr. Stefan Kottenmeier. Dr. Adjili war bisher am Klinikum Frankfurt-Höchst tätig, Dr. Kottenmeier wechselte vom Krankenhaus in Ludwigsburg nach Kempten.

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