Noch viel zu tun

Die weitere Planung rund um das „Neue Stadttor Isny“ war jetzt Thema im Gemeinderat. Ruth Küster-Beilharz und Sonja Rube (USP Projekte GmbH) erläuterten die neuesten Entwicklungen vor vielen interessierten Bürgern. Noch immer sind Stadtverwaltung und Gemeinderat davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg hin zum vom Stararchitekten Peter Zumthor präsentierten Baukunstobjekt der Richtige ist.

Der zeitliche Rahmen, der vor gut einem halben Jahr vorgeschlagen wurde, scheint noch immer im Bereich des Machbaren zu liegen. Aus der anwesenden Bürgerschaft kamen keine nennenswerten Einwände, da sich Fragen und Antworten auf den Gemeinderat konzentrierten. Der überregionale Wirbel um das Projekt ist noch lange nicht abgeklungen. Sonja Rube bestätigte ausdrücklich, dass es „niemanden in der Fachwelt gebe, der jetzt Isny nicht kennt.“ Sie selbst hatte sich durchaus überlegt wie sie dem Projekt auf die Sprünge helfen könnte. „Was kann ich dazu beitragen?“, war die Frage, die sie sich stellte. Rube betrachtet die Zumthor-Entwürfe als „benutzbares Kunstwerk mit einer großen Ausstrahlungskraft“ und hat auch konkrete Pläne für ihre Beteiligung daran. „Wir sprechen Menschen aus der Immobilienwirtschaft an. 20 Millionen Euro aufzutreiben ist keine leichte Aufgabe.“ Auch Bürgermeister Rainer Magenreuter ist es klar, dass Finanziers des Bauwerks keine Rendite davon erwarten können. „Inzwischen sind wir bekannt geworden, aber die Konkurrenz in den anderen Städten schläft nicht.“ Wer genauer hinschaue wird bemerken, dass auch in Bildung und soziale Projekte reichlich Geld investiert werde. „Touristik, Bürgerschaft und Stärkung des Wirtschaftsstandortes sind uns wichtig und sie stellen die Standbeine dar auf die es uns ankommt“, sagte Magenreuter. Nach dem Ablauf von zwei Jahren, die für die Finanzbeschaffung angesetzt waren, wird er Bilanz ziehen und so die Möglichkeit einräumen letzte Entscheidungen darüber zu treffen. Ruth Küster-Beilharz und Sonja Rube legten dem Gemeinderat das Konzept der Arbeitsgruppen und des Lenkungskreises zur Abstimmung vor. Im Lenkungskreis arbeiten Bürgermeister Magenreuter, als Vertreter des Gemeinderates Karl Immler (CDU), Edwin Stöckle (SPD), Gebhard Mayer (FWV) und Vertretungen aus den jeweiligen Arbeitsgruppen. Verschiedene Aufgaben In der Arbeitsgruppe Finanzierung sind Bürgermeister Magenreuter, Karl Immler, Stadtkämmerer Werner Sing und Sonja Rube tätig. Der Arbeitsgruppe Kommunikation und PR gehören Hauptamtsleiter Klaus Hägele, Katrin Mechler, Ruth Küster-Beilharz und Sybille Lenz (FWV) an. Die Arbeitsgruppe „Nutzung“ wird noch erweitert. Bisher sind darin Karin Hoser, Magenreuter, Küster-Beilharz, Erhard Bolender und die Frau des Architekten, Annalisa Zumthor. Diese Arbeitsgruppe und auch die Arbeitsgruppe „Technik“ sind im Augenblick noch in der „Warteschleife“, da erst konkrete Ergebnisse der anderen Arbeitsgruppen vorliegen müssen. Mit diesen Entscheidungen waren die Gemeinderäte einverstanden. So wird jetzt erst einmal weiter gearbeitet. Die Bürgerschaft mit ins Boot zu holen ist dann eine der nächsten Aufgaben der PR-Beauftragten. Viele Schritte in diese Richtung sind laut Bürgermeister Magenreuter mit der Präsentation und weiterführenden Gesprächen schon gemacht worden.

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