Offiziell gewählt

Kiechle steht Rede und Antwort

+
Der Bezirksrat der Freien Wähler, Josef Rid (rechts) aus Buchloe, gratuliert gemeinsam mit dem Vorsitzenden der FW Kempten, Herbert Karg (links), Bürgermeisterin Sibylle Knott und Stadtrat Alexander Hold dem frisch gewählten OB-Kandidaten Thomas Kiechle (Mitte).

Kempten – Als Lehrer und dreifacher Vater hat Thomas Kiechle klare Ansichten: „Die kleinste Zelle unseres Staates ist die Familie. Alles, was ihr nützt, hat für mich Vorrang.“ Dies betonte der OB-Kandidat von CSU und FW Kempten jetzt bei der Nominierungsversammlung der Freien Wähler.

Im Restaurant Sonnenhang stand er Freien Wählern und interessierten Bürgern auch zu anderen Themen Rede und Antwort, bevor er dort von den Anwesenden offiziell gewählt wurde.

Für eine „ganzheitliche Erziehung“ müssten die Rahmenbedingungen stimmen, führte Kiechle weiter aus. Dazu gehöre unter anderem ein ausreichendes Betreuungsangebot für Kinder und genügend Wohnraum, der „in moderater Bauweise“ vorangetrieben werden müsse. „Im sozialen Wohnungsbau gibt es Nachholbedarf“, sagte er weiter, und: „Jede Familie, die in Kempten keinen Wohnraum findet, ist ein Verlust für die Stadt.“

Kempten „als wirtschaftliches Zentrum der Region“ solle zudem noch mehr gestärkt werden. Für Kiechle heißt das, „weiterhin Gewerbeflächen“ bereitzustellen und sich „nicht auf den guten Zahlen der Einkaufsstadt auszuruhen“, sondern an noch mehr Attraktivität zu arbeiten.

Weiter gelte es, Kempten als Tourismus-Standort mit den drei zentralen Themen Römer, Stadtgeschichte und Allgäu voranzubringen.

Einen besonderen Stellenwert misst der passionierte Musiker dem Ehrenamt („eine zentrale Aufgabe, dies weiter zu fördern – auch finanziell“) und den Städtepartnerschaften zu. Im Kontakt miteinander sei es möglich, „Verständnis füreinander“ zu entwickeln, was gerade im Hinblick auf die Krise in Europa so wichtig sei. Kiechle: „Wenn nicht in unseren Dörfern und Städten, wo denn sonst, findet das statt!“

Die gemeinsame, gute Zusammenarbeit mit seiner Partei, der CSU und den Freien Wählern sie ihm wichtig. „Ich halte es für richtig, dass es einen gemeinsamen Kandidaten gibt“, sagte Kiechle eingangs und bekräftigte am Ende: „Im Amt des Oberbürgermeisters ist man schlussendlich nur einem verpflichtet: dem eigenen Gewissen.“

Meistgelesene Artikel

Ausblick und Austausch

Kempten – Knapp 200 Repräsentanten der verschiedenen Bereiche des Lebens in Kempten versammelten sich am Dienstagabend in der Schrannenhalle des …
Ausblick und Austausch

Lebensgefährtin versucht anzuzünden

Kempten – Am Donnerstagnachmittag vergangener Woche eskalierte ein Streit zwischen einem Pärchen, in dessen Verlauf der Mann offenbar versuchte seine …
Lebensgefährtin versucht anzuzünden

Mongolei – Nomadenstaat im Spannungsfeld mit Urbanisierung

Kempten – Das Haus International erfüllte auch an diesem Abend seine Mission als interkulturelles Zentrum der Stadt Kempten. Der recht gut besuchte …
Mongolei – Nomadenstaat im Spannungsfeld mit Urbanisierung

Kommentare