"Nutzen Sie Ihre Talente"

Ehrung der Besten bei der Freisprechungsfeier. Jürgen Schmid (rechts), Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, Josef Mayr (2.v.r.), Bürgermeister von Kempten, und Gertrud Knoll (3.v.r.), stellvertretende Landrätin des Landkreises Oberallgäu, sowie (links) Hans-Peter Hartmann, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Kempten, freuen sich mit den Ausgezeichneten (v.l.): Florian Roth, Agnes Mieskes, Yvonne Schemminger, Florian Pfister, Nicole Gartlacher, Lukas Haller, Stefanie Knöpfle und Roman Brög. Fotos: prb

Glück hängt nicht davon ab, dass wir alles bekommen, was wir nicht haben, sondern das nutzen, was wir haben. Nutzen sie Ihre Talente und Ihre individuellen Begabungen. Gehen Sie weiter Ihre eigenen Weg, aber steuern Sie keine Ziele an, die nicht zu Ihnen passen oder die Sie überfordern“, gab Kreishandwerksmeister Hans-Peter Hartmann anlässlich der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Kempten den 106 Gesellinnen und Gesellen, die im Kornhaus in Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft freigesprochen wurden, mit auf ihren künftigen Berufsweg. Mit ihrer handwerklichen Ausbildung hätten sich die Junggesellen und Junggesellinnen für Berufe entschieden, die ihnen sehr viele Möglichkeiten bieten.

„Nicht jeder kann Meister werden, aber jeder kann im Handwerk seinen Berufsweg meistern“, so der Kreishandwerksmeister weiter. Allerdings sollten die jungen Handwerkerinnen und Handwerker in all ihrem beruflichen Streben nicht vergessen zu leben. „Leben Sie Ihr Leben als Ganzes. Teilen Sie es nicht ein in Arbeitszeit und Freizeit, noch in Zeit vor und nach der Rente. Schieben Sie Vorhaben, die Ihnen wichtig sind, auf die Sie richtig Lust haben, nicht vor sich hin“, lautete weiter der Rat des Kreishandwerksmeisters. Dann gelinge es auch, das Leben erfolgreich zwischen Anspannung und Entspannung zu meistern. Auch der Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, Jürgen Schmid, betonte in seinem Grußwort die ausgezeichneten Chancen, die heute junge Handwerkerinnen und Handwerker haben. Sie sollten alle Chancen nutzen, sich für ihre berufliches Fortkommen weiterhin fit zu machen, Die vielfältigen Möglichkeiten reichten von Weiterbildungskursen und Seminaren bis hin zur Königs-Disziplin, der Meisterprüfung. Das Handwerk habe auch bei Jugendlichen, die eine Ausbildung beginnen, erheblich an Ansehen gewonnen. Bei den neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen habe das schwäbische Handwerk deutlich zugelegt, so das positive Fazit von Präsident Schmid. Die Junggesellinnen und Jungegesellen hätten mit ihrer Ausbildung das beste Rüstzeug erhalten, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen so Gertrud Knoll, stellvertretende Landrätin des Landkreises Oberallgäu, die auch im Namen der Stadt Kempten gratulierte. Nur durch Ausbildung, Fortbildung und lebenslanges Lernen könnten die Herausforderungen der Zukunft wirklich gemeistert werden, mahnte auch Knoll. Acht junge Handwerker/-innen, die ihre Berufsausbildung mit großem Erfolg und hervorragenden Leistungen abgeschlossen haben, konnten jetzt im Rahmen der feierlichen Freisprechungsfeier ausgezeichnet werden. Gottfried Voigt, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Kempten, moderierte diese Ehrung sowie die Überreichung der Gesellenbriefe in gewohnt unterhaltsamer Weise. Ausgezeichnet wurden (in Klammer die Ausbildungsbetriebe): Bäcker-Innung Kempten/ Oberallgäu: Bäckereifachverkäuferin: Nicole Gartlacher (Bäckerei Schneid, Nesselwang); Elektro-Innung Kempten-Oberallgäu: Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik: Lukas Haller (Elektro Kirsch, Sonthofen); Fleischer-Innung Allgäu: Fleischer: Florian Pfister (Metzgerei Rauch, Hegge), Florian Roth (Metzgerei Rehle, Immenstadt); Fleischereifachverkäuferin: Yvonne Schemminger (Metzgerei Müller, Immenstadt), Agnes Mieskes (Metzgerei Rehle, Immenstadt); Raumausstatter- und Sattler-Innung: Raumausstatterin: Stefanie Knöpfle (Zeiler Raumausstatter, Kempten); SHK-Innung Kempten-Oberallgäu: Anlagenmechaniker: Roman Brög (Klaus Schindler, Bad Hindelang). Unter den Freigesprochenen befand sich mit Valentin Gschwend, Ofen- und Luftheizungsbauer (Ausbildungsbetrieb: Otto Gschwend GmbH, Kempten) auch ein schwäbischer Kammer-Sieger.

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