Optimismus als Ziel

„Als wir die Bilder im Haus aufgehängt haben, ist mir das Herz aufgegangen“, bekannte Karlheinz Frick, Leiter des Haus der Senioren, ganz angetan von den frischen Farben. So sehr sich die Werke des Künstlerehepaares Eveline Wolski und Jarek Babiarz auch im jeweils ganz eigenen Stil voneinander unterscheiden, verfolgen sie mindestens ein gemeinsames Ziel: das Ausstrahlen von Optimismus.

Insekten und anderes Getier haben es der seit 22 Jahren in Deutschland lebenden gebürtigen Polin Wolski vor allem angetan. In witzig-humorvollen Posen verpasst sie Tieren und Pflanzen gern auch menschliche Züge. Sei es der kokette Augenaufschlag und dicke Kussmund der Fische in der fantastischen Unterwelt des Werkes „Wir lieben uns alle“. Oder der Ameisenherr, der seiner Ameisendame einen Handkuss gibt und dabei (s)ein Herz hinter dem Rücken versteckt. Ihre farbenfroh umgesetzte Fantasie ignoriert da schon auch mal die Begrenzung eines Bilderrahmens, den sie kurzerhand mit einbezieht. Filigran und voller fröhlicher Details zeigt die quirlige Künstlerin ihr ganzes Spektrum von Pastell, Acryl, Gouache über Collage, Aquarell, Mischtechnik und Öl bis Airbrush. Gleichermaßen filigran, strahlen die weichen Konturen der Pastellblumen und –landschaften von Babiarz Ruhe aus. „Die Sehnsucht nach dem Unfassbaren und Geheimnisvollen“ liegt ihnen zugrunde, wie er es beschreibt. Schon seit seiner Jugend gilt sein Interesse der Malerei, die er auch neben seinem Studium für Betriebswirtschaft und Marketing betrieben hat. Seit er vor sieben Jahren nach Deutschland kam, arbeitet er auch Großformatig. Die Arbeiten beider Künstler waren bereits in verschiedenen Ausstellungen in Deutschland und Polen zu sehen, Wolskis zudem in Österreich und in Chicago (USA). Die Ausstellung unter dem Titel „Sichtbare und personifizierte Bilder“ ist noch bis zum 17. Juli im Haus der Senioren, Schützenstraße 2, zu den dort üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

Meistgelesene Artikel

Stadtgeschichte: Die letzte Hinrichtung in Kempten

Kempten – Am Freitag, 20. Januar 1928, um 8 Uhr morgens, fand im Hofe des Landgerichtsgefängnisses in der Weiherstraße die letzte Hinrichtung in …
Stadtgeschichte: Die letzte Hinrichtung in Kempten

Immigration: "Deutschland ist nicht attraktiv"

Kempten – Die Johannesgemeinde aus dem Kemptener Westen hatte vergangene Woche zur Veranstaltung „Bedingungen für eine erfolgreiche Migration nach …
Immigration: "Deutschland ist nicht attraktiv"

Kemptener Kulturprogramm für 2017

Kempten– Das leuchtende Mittelalter, Freimaurerei, Picassos „Guernica“, eine ganze Aktionswoche in Kooperation mit dem Logistiker Dachser SE sowie …
Kemptener Kulturprogramm für 2017

Kommentare