Gebäudesanierung für neues Hutmuseum wird teurer

Viele Überraschungen

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Der Bauausschuss besichtigt die Baustelle Kulturzentrum und informiert sich vor Ort.

Lindenberg – Bei einem Lokalaugenschein auf der Baustelle Kulturzentrum erfuh- ren die Mitglieder des Lindenberger Bauausschusses vor allem eins: Nicht das Hutmuseum wird teurer, son-dern die Gebäudesanierung.

Und diese Mehrkosten von bislang 600 000 Euro hätten sich wohl auch bei jeder anderen Gebäudeverwendung eingestellt. Somit hätte die Stadt – egal was mit dem Gebäude geplant worden wäre – auf jeden Fall in diesen sauren Apfel beißen müssen. Architekt Tobias Gaupp, Bauleiter Manfred Schaich und Stadtbaumeister Kurt Kirschenmann erläuterten die vielfältigen Herausforderungen. Zum Beispiel war ein Verfahren zum Deckenanstrich bereits mit dem Farbenhersteller und dem Denkmalamt im Detail abgestimmt. In Teilbereichen aber waren die Decken dann nicht aus Beton sondern aus Ziegel. Durch aufwändigere Verfahren (Sandstrahlen) mussten die Decken erst einmal von alten Schichten befreit und dann vorbehandelt werden, statt 5000 ergab das 70 000 Euro an Kosten. 

Im Außenbereich erwies sich der Untergrund an jeder Stelle anders, und somit weit ungünstiger als Bodenuntersuchungen erwarten ließen. Auch die Fundamentabdichtung wurde somit kostspieliger. Im bisherigen Treppenhaus, das künftig als Fluchttreppenhaus dient, haben die Geländer nicht die durch heutige Vorschriften vorgegebene Höhe. Also müssen die Geländer verstärkt und erhöht werden. Der Glattstrich der Etagenböden aus Magnesit ist weniger haltbar als gedacht. Das macht eine zusätzliche Erneuerung erforderlich. Kurzum viel Unvorhergesehenes trotz gründlichster Voruntersuchung. Andererseits konnten die Bauausschuss-Mitglieder die neue Materialschönheit erleben. Die frisch restaurierten Sprossenfenster standen zum Einbau da und machten die gediegene Handwerksarbeit von früher unmittelbar erfahrbar. Im Augenblick gibt es im Kulturzentrum einen Wettlauf gegen das Wetter. Das Dach ist noch großflächig geöffnet und kann erst ab Mitte Dezember geschlossen werden, um die Baustelle winterfest zu machen.

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