Papiertonne bleibt

Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hat in seinem neuesten Urteil die gewerbliche Sammlung von Altpapier untersagt. Im Verbreitungsgebiet des ZAK wird die „Blaue Tonne“ trotzdem beibehalten. Das Urteil besagt nämlich auch, dass private Haushalte ihr Altpapier grundsätzlich den öffentlich-rechtlichen Entsorgern zu überlassen haben – im Oberallgäu somit dem ZAK.

War es in der Vergangenheit so, dass private Firmen sich vehement in das lukrative Geschäft mit der Sammlung und Entsorgung des privaten Altpapiermülls einklinken wollten, so setzt das neueste Urteil der Leipziger Bundesverwaltungsrichter dieser Praxis ein Ende: Künftig dürfen ausschließlich öffentlich-rechtliche Entsorger Altpapier sammeln und entsorgen. Blaue Tonne bleibt Befürchtungen, dass die blaue Tonne im ZAK-Verbandsgebiet im Allgäu wieder abgezogen wird, konnte ZAK-Geschäftsleiter Christian Oberhaus deshalb in der vergangenen Woche entgegen treten. „Der ZAK hat im vergangenen Jahr die Papiertonne eingeführt und wird an dem System wie versprochen festhalten“, betonte er. Oberhaus erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass der ZAK schon immer darauf hingewiesen habe, „dass Papiertonnen nur durch die kommunalen Entsorger aufgestellt werden sollen, damit die Rosinenpickerei durch gewerbliche Sammler ein Ende hat.“ Es könne schließlich nicht angehen, dass in guten Zeiten die Gewinne beim Altpapier durch Privatfirmen abgezogen werden, in Zeiten, in denen der Papiererlös die Aufwendungen dann nicht deckt, die Gemeinden wieder zuständig werden, so Oberhaus. „Der ZAK steht mit seinem Abfallkonzept für Kontinuität und wird den Service für die Bürger beibehalten“, kündigte Christian Oberhaus an.

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