Parken unter dem Marktplatz?

Die Freien Wähler haben kürzlich zu einer Versammlung eingeladen. Auch aus anderen Parteien waren Zuhörer zu dieser öffentlichen Veranstaltung gekommen. Vertreter von Isny-Aktiv waren ebenfalls eingeladen und die dort gebildete Arbeitsgruppe bestehend aus Hans Steger, Rüdiger Walzer und Jakob Immler erläuterte ihre Überlegungen zum Hauptthema des Abends: Die Sanierung der Altstadt-Süd und die Tiefgaragenproblematik. Aber auch die Kommunalwahl im Juni stand auf dem Programm.

Zunächst begrüßte Sybille Lenz die zahlreich erschienen Gäste und gab dann an Rüdiger Walzer weiter, der rasch zum Hauptthema kam. Hier redeten Hans Steger und Jakob Immler ernsthaft mit. Düster sehe nach ihrer Meinung die Zukunft aus, wenn nicht bald die Tiefgarage unter dem Marktplatz in Angriff genommen werde. Nach Immlers Vorstellungen müsse die Stadt bald die Entscheidung fällen: Ist Isny in Zukunft eine Schlafstadt oder ein Handelszentrum? Die Tiefgarage wäre demnach eine zu finanzierende Vorleistung. Erst dann könnte man mit zahlungskräftigen Geldgebern rechnen. Käme es zu dieser Entscheidung, dann seien 8,5 Millionen Euro zu schultern, die dafür eingesetzt werden müssten. „Nur mit dem Bau der Tiefgarage kommt Leben in die Stadt und die Ausgestaltung der weiteren Bebauung ist von realistischer Planung nach Boden und Wasserproben erst später möglich“, so Immler. „Kommt das nicht, dann können Sie die Stadt abschließen und den Schlüssel wegwerfen“, erklärte er. Den Einwand „ist das nicht alles eine Nummer zu groß?“, beantwortete Immler recht trocken: „Natürlich wird das alles viel Geld kosten, aber nichts zu tun, kostet noch viel mehr.“ Sybille Lenz fasste die Diskussion zusammen. „Dieses Thema wird die Stadt noch jahrelang beschäftigen, bis die Sanierung durchgeführt ist. Was hier entsteht, ist nicht kurzfristig gedacht, sondern kann für die nächsten Jahrzehnte die Weichen stellen.“ Dem stimmte auch Gebhard Mayer zu, der aus einer Sitzung im Rathaus zusammen mit Bürgermeister Rainer Magenreuter inzwischen ebenfalls angekommen war. „Was uns nun noch fehlt, ist eine relative Kostensicherheit für die weiteren Schritte. Die Stadt läuft in eine gute Zeit hinein. Die Rohstoffpreise bröckeln, die Zuschüsse sind rechtzeitig beantragt und die Preise auf dem Baumarkt sind beeinflussbar wenn entsprechend verhandelt wird.“ Damit ist nach Meinung der Planungsgruppe von Isny-Aktiv eigentlich nur der Bestand gesichert. Was dann oben drauf kommt, ist am Ende entscheidend. Gemeinderat wird kleiner Das zweite Thema des Abends war die Kommunalwahl im Juni. Für den März haben die Freien Wähler eine offizielle Mitgliederversammlung geplant, bei der die Kandidatennominierung im Mittelpunkt steht. „Der Wahlkampf“, so Mayer, „wird stark Ostern- und Pfingstlastig und damit relativ kurz.“ Mit entscheidend sei auch, dass die Zahl der Gemeinderatssitze in der kommenden Wahlperiode reduziert werde. 29 Gemeinderäte sind es jetzt. Die genaue Größe des neuen Stadtparlaments hängt von der Zahl der Überhangmandate ab. „Freie Wähler mit freier Meinung“ dürfte eines der Schlagworte im Wahlkampf werden. Die Mitglieder der Freien Wähler sind schon jetzt auf die Wahl eingeschworen. Ihre Kandidaten und Fraktionsaussagen haben sie weitgehend festgelegt.

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