Parkhaus, Passivhaus und Altstadt-Center

Das „Passivhaus-Kompetenzzentrum“ an der Stadtmauer 2 bis 4. Foto: Sozialbau

Die Versorgung mit günstigem Wohnungen, aktives Sozialmanagement, die Belebung der Reichs- und Stiftsstadt durch Sanierung und Neubau sowie bauliche Investitionen in Bildung und Gesundheit waren die Schwerpunkte der Sozialbau im vergangenen Jahr. Und das erfolgreich: Die Gesellschafter und Aufsichtsräte dürfen sich nach Unternehmensangaben über einen Jahresüberschuss von rund 3,8 Millionen Euro (Vorjahr: 3,4 Millionen Euro) freuen.

Rund 31,4 Millionen Euro an Jahresumsatz wurde von den 83 Sozialbau-Mitarbeitern erwirtschaftet, die unter anderem Bauinvestitionen von 20,7 Millionen Euro€ im Jahr 2011 hoch motiviert bewältigten. Die Bilanzsumme von 160,2 Millionen Euro€ der Sozialbau enthält 61,2 Millionen €(oder 38,2 Prozent) an Eigenkapital. Kerngeschäft der Sozialbau ist und bleibt die Vermietung und Bewirtschaftung von 6124 Wohn- und Gewerbeeinheiten. Dieses komplexe Kerngeschäft verlief 2011 aus Sicht der Sozialbau erfreulich. Rund 7,1 Millionen Euro€ flossen zur kontinuierlichen Verbesserung der Wohnqualität im Jahr 2011 in den eigenen Gebäudebestand. Davon allein 3,9 Millionen€ investierte die Sozialbau in 182 Wohnungen in den Wohnquartieren Auf dem Bühl, Robert-Weixler-Straße und Thingers (Habichtweg) sowie in die Altstadt mit St.-Mang-Platz 1 und Heinrichgasse/Theaterstraße. In 2012 investiert die Sozialbau in die „Weiße Siedlung“ am Schwalbenweg in Thingers, den Habichtweg und die Lessingstraße weitere 2,3 Millionen€ für 127 Wohnungen. In ähnlicher Weise wurden die letzten zehn Jahren etwa 70 Millionen€ in die Qualität des eigenen Gebäudebestands und somit in die Wohnqualität Kemptens investiert. Über 14 000 Menschen wohnen, leben und arbeiten auf rund 493 700 m² bewirtschafteten Wohn- und Gewerbeflächen der Sozialbau. Die gute Mietnachfrage und Wohnqualität sorgte bei 309 Mieterwechseln für Vollvermietung. Weiter ausgebaut und intensiviert wurde die Wohndienstleistung „Wohnraumanpassung“ für Mieter im Seniorenalter. Deren Wohnungen passt die Sozialbau auf Wunsch ihren speziellen Bedürfnissen baulich an. Mit dem ersten zertifizierten Passivhaus inmitten der Reichsstadt schließt die Sozialbau die letzte Lücke im Quartier „Schwanengelände”, An der Stadtmauer 2-4. Zum Jahresende 2012 wird der Neubau mit ca. 2600 m² Bürofläche auf drei Geschossen, ein Schulungszentrum und weitere Büros bezogen sowie 50 Stellplätze fertiggestellt. Als Hauptnutzer wird die Firma Siemens einziehen. Insgesamt rund 20 Millionen Euro€ in vier Bauabschnitten wird das Unternehmen bis zum Abschluss des Projekts auf dem „Schwanengelände” im Herzen der Altstadt investiert haben. Zudem hat sie „architektonische Ausrufezeichen” zur gelungenen Vitalisierung des gesamten Quartiers mit ca. 350 neuen Arbeitsplätzen, 8700 m² modernen Büroflächen und 180 Tiefgaragen-Stellplätzen in der Reichsstadt gesetzt. Komfortable Parkplätze Genügend Parkplätze gibt es mit dem neuen Parkhaus am Klinikum der Sozialbau seit November 2011. 371 Stellplätze stehen in der Robert-Weixler-Straße komfortabel, weil stützenfrei für Besucher und Mitarbeiter bereit. Interessant ist dazu die innovative Aluminium-Fassade, die wie ein „Falt-Vorhang“ wirkt. Damit ist für die geplante „Einhäusigkeit“ des Klinikums Ende 2012 genügend Parkraum geschaffen. Auf der „Jakobwiese“ wurden 2011 dreizehn Eigentumswohnungen gebaut und laut Sozialbau allesamt verkauft, weitere acht Eigentumswohnungen sowie sechs Reihenhäuser sind im Bau. Ab Herbst 2012 geht es auf der „Jakobwiese-West“ weiter. In einem ganzheitlichen Wohnquartier entstehen rund 80 Wohnungen in acht exklusiven Häusern als Zwei-, Drei- oder Vier-Zimmer-Eigentumswohnungen mit raffinierter Gebäudestellung, die spannende Ein- und Durchblicke bieten. Einmalige Platzflächen Im Freiraum zwischen den Gebäuden bilden sich einmalige private und halböffentliche Platzflächen. Neue Wohnträume in traumhafter Lage am „Haubenschloß“ wurden in zwei villenartigen Häusern mit attraktiver Architektur bereits im April 2012 wahr. „In der Eich”, nahe der Iller, geht es mit 24 Eigentumswohnungen in zwei Häusern flott voran. Der Einzug der Bewohner soll planmäßig im September 2012 stattfinden. Gemeinsam mit der BSG-Allgäu konnten „Am Hofgarten“ bis zum Jahresende alle 140 exklusiven Stadtwohnungen, 151 Tiefgaragen-Stellplätze und 52 oberirdische Pkw-Stellplätze fertig erstellt werden. Verteilt auf 17 Häuser, umgeben von viel Grün in bester Innenstadtlage wurde ein Gesamtbauvolumen von rund 30 Millionen Euro€ bewegt. Das Planungskonzept der „Stadtvillen im Obstgarten“ setzt heute qualitativ Maßstäbe für innerstädtisches Wohnen. Als Planer, Investor und Bauherr hat die Sozialbau im vergangenen Jahr die „Denkfabrik” für die Hochschule errichtet. Der Bestellbau, der erste seiner Art in Bayern, war in nur elf Monaten Bauzeit mit 3300 m² Nutzfläche für rund 7,25 Millionen Euro€ für den Freistaat entstanden. Für das in die Jahre gekommene ehemalige „4P-Haus“ an der Kronenstraße beginnt eine neue Ära. Als neuer Eigentümer modernisiert die Sozialbau ab Herbst im „Altstadt-Center“ zunächst das Erdgeschoss mit rund 1150 m² Gewerbefläche. Dort wird als neuer Magnet Feneberg die wichtige Nahversorgung für rund 5000 Altstadtbewohner verbessern. Weitere städtebauliche Aufwertung in der Reichsstadt schulterte die Sozialbau 2011 mit der Investition in das Gebäudeensemble Gerberstraße/Heinrichgasse/Theaterstraße in Höhe von 900 000 Euro. Damit konnte die Entwicklung des Mühlbachquartiers zusätzlich unterstützt werden. Für die Modernisierung der denkmalgeschützten Gebäude „St.-Mang-Platz 1“, ehemalige Rosenapotheke, und Bäckerstraße 25 investierte das Unternehmen zudem weitere 500 000 Euro. Durch die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Allgäu sieht Geschäftsführer Herbert Singer die Immobilienwerte der Region werthaltig gestärkt. Dies führt zu seiner optimistischen Zukunftsprognose für die Sozialbau für 2012 und 2013.

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