Pfusch in der Planung?

Verzögert ein simpler Planungsfehler den Umzug der in der Memminger Straße verbliebenen Krankenhausabteilungen in die Robert-Weixler-Straße? Laut einem KREISBOTEN-Leser soll bei den Planungen des Umbaus ein Gebäudeteil in der Robert-Weixler-Straße schlicht und ergreifend übersehen worden sein. Klinikleitung und die Spitze des Aufsichtsrats äußerten sich auf Nachfrage jedenfalls sehr verhalten.

Ursprünglich war der Umzug von Innerer Medizin, Onkologie und Schlaflabor von der Memminger in die Robert-Weixler-Straße für Ende des Jahres angepeilt. Mit dem Ende der Zweihäusigkeit hofften die Verantwortlichen jährlich bis zu 1,5 Millionen Euro einsparen zu können. Wie jetzt kürzlich auf der Jahresversammlung der Stiftsstadtfreunde bekannt wurde, wird sich der Umzug aber um mindestens zwei Jahre verschieben. Klinikgeschäftsführer Andreas Ruland hatte das mit der Unwirtschaftlichkeit der bisherigen Planung begründet. „Diese unwirtschaftliche ursprüngliche Variante hat folgenden Hintergrund“, schrieb nun ein KREISBOTEN-Leser. „Bei den Umbauplänen wurde schlicht und einfach ein bestehender Gebäudeteil übersehen“, heißt es weiter. Nach Recherchen des KREISBOTEN soll es sich bei dem genannten Gebäude um das Haus mit den Bereichen Chirugie und Ambulanz handeln. Sollten die Vorwürfe tatsächlich zutreffen, wird Patienten und Anwohnern die Dauerbaustelle weitaus länger erhalten bleiben als erwartet. Der wirtschaftliche Schaden dürfte allerdings ungleich höher sein. Klinikgeschäftsführer Andreas Ruland lehnte vergangene Woche eine Stellungnahme dazu „zu diesem Zeitpunkt“ ab, da „sich die gesamte Bauplanung in einem Abstimmungs- und Genehmigungsverfahren“ befinde. Der Oberallgäuer Landrat, Gebhard Kaiser (CSU), stellvertretender Aufsichtsatsvorsitzender, wollte sich auf Nachfrage zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls nicht äußern und verwies auf die Klinikleitung und Aufsichtsratsvorsitzenden OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Netzer wiederum war am Montag wegen einer Sitzung der Allgäu-Initiative nicht zu erreichen.

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