Pläne für Umgestaltung stehen

Bereits im kommenden Jahr soll ein Unfallschwerpunkt entschärft werden: Im Verkehrsausschuss am vergangenen Donnerstag präsentierte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann die detaillierten Pläne für eine geänderte Anbindung der Peter-Dörfler-Straße an die Kaufbeurer Straße/B19. Die Mitglieder des Verkehrsausschusses befürworteten bei einer Gegenstimme das insgesamt 1,35 Millionen Euro teure Vorhaben.

In seiner Sitzung im April, so Wiedemann, hatte der Verkehrsausschuss der Planung, die Einmündung auf Höhe der ehemaligen Panzerzufahrt der Artilleriekaserne mit Abbiegespuren und Mittelinsel zu verlagern, zugestimmt. In Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt Kempten wurden zwischenzeitlich Entwurfspläne ausgearbeitet. „Die jetzige Einmündung zwischen der Ran-Tankstelle und der ATU-Zufahrt wird geschlossen“, erläuterte der Tiefbauamtsleiter die Pläne. Die Peter-Dörfler-Straße solle ähnlich der vorhandenen Situierung im Süden jetzt auch nach Norden um etwa 200 Meter in Richtung Firma Liebherr parallel zur Kaufbeurer Straße verlängert werden. Die Straßenverlängerung endet in einem Bogen. Das ist laut Wiedemann notwendig, um möglichst rechtwinklig in die Kaufbeurer Straße einmünden zu können und um eine sichere Aufstellmöglichkeit zu gewährleisten. Die Kaufbeuer Straße wird um eine Linksabbiegespur (stadtauswärts) und um eine Links- und Rechtsabbiegespur (stadteinwärts) verbreitert, so Wiedemann weiter. „Die Verbreiterungen einschließlich der Fahrbahnteiler wirken sich nur auf den westlichen Fahrbahnrand aus“, führte er an. Am Knoten wird eine Ampel angebracht. Ein Übergang für Fußgänger ist vorerst am südlichen Ende des Knotens geplant. Falls später auch nördlich der Einmündung eine Fußgängerquerung notwendig wird, kann Wiedemann zufolge problemlos nachgerüstet werden. „Abzweigend von der verlängerten Peter-Dörfler-Straße soll eine Erschließungsstraße für das neue Gewerbegebiet und eine Verbindungsstraße zur Straße Im Seggers hergestellt werden“, schilderte der Leiter des Tiefbauamts. Damit wird das kleine Wohnbauquartier, das auf der bisherigen Stadtgärtnerei-Lageplatzfläche entstehen soll, erschlossen und die Schrebergartennutzer müssen nicht mehr durch die Straße „Im Seggers“ fahren. Die Verteilung der Kosten wurde vorab mit dem Staatlichen Bauamt abgesprochen. Der Kostenanteil für die Stadt für die Straßenverlängerung und die Summe für die neue Erschließungsstraße werden laut Wiedemann rund 350 000 Euro betragen. Insgesamt wird das Projekt rund 1,35 Millionen Euro teuer. Mit der Realisierung soll bereits im Frühjahr begonnen werden. Das Staatliche Bauamt hat die Maßnahme mit hoher Priorität in das eigene Bauprogramm eingestellt. Für den Anteil der Stadt sind für 2010 bereits 150 000 Euro im Haushalt bereitgestellt, die restlichen 200 000 Euro werden für das Jahr 2011 beantragt. Mit dem Beschluss stimmte der Verkehrsausschuss bei einer Gegenstimme von Michael Hofer (UB/ödp) der Planung zu und beauftragte die Verwaltung die Ausbaumaßnahme in Zusammenarbeit mit dem Bauamt voranzutreiben. Bürgermeister Josef Mayr (CSU) begrüßte die Pläne und unterstrich, dass das Projekt hohe Priorität habe. Herbert Karg (FW) meinte: „Ich bin froh, dass der Unfallschwerpunkt beseitigt wird.“

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