Pläne werden konkreter

Geld für den Bau einer Tiefgarage ist bis mindestens 2012 zwar keins vorhanden, trotzdem wird er intern weiter munter geplant. Und zwar so konkret, dass bereits die Farbe des Innenanstrichs feststeht – ein freundliches Rot zum Wohlfühlen ist angedacht, wie Prof. Karl Schütz am Mittwochabend im Bauausschuss verriet.

Die „konkretisierte und weiterentwickelte“ Planung sieht mittlerweile den Bau von insgesamt 182 Parkplätzen vor – acht am Kirchberg, 32 auf dem Hildegardplatz und 142 in der Tiefgarage. Neu sind auch zusätzliche Grünflächen im Bereich Kirchberg, freie Flächen für den Wochenmarkt, eine Anpassung der Zufahrtsrampe an den natürlichen Geländeverlauf am Kirchberg und keine Beeinträchtigung der Sichtbeziehung zu den historischen Bauwerken. Die Tiefgarage selbst soll laut Prof. Schütz folgende Merkmale aufweisen: Zufahrt mit lediglich sechs Prozent Neigung, Einfahrtsbereich ohne Stützen, nur eine mittige Stützreihe im Hauptbereich, Zwei-Richtungsverkehr in der Einfahrt mit Senkrechtparkern, Einbahnverkehr im Hauptbereich, 2,65 Meter Höhe, 2,5 Meter Parkplatzbreite und schräge Parkplätze zum einfacheren Einparken im Hauptbereich. Weitere statische Untersuchungen haben Schütz zufolge ergeben, dass eine Bohrpfahlwand die geeignetste Baugrubeneinfassung sei. Der Grundwasserpegel, so die Berechnungen, bleibe sowohl im Bau- als auch im Endzustand im „natürlichen Schwankungsbereich“. Statische Auswirkungen auf die Basilika seien ebenfalls nicht zu befürchten. „Ein Restrisiko kann man zwar nie ausschließen, aber nach menschlichem Ermessen kann nichts passieren“, betonte Schütz. Das bestätige auch die Stellungnahme des Landesamts für Denkmalpflege. Die Gesamtkosten schätzte Prof. Schütz auf etwa 7,1 Millionen Euro.

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