Die Planung hat begonnen

Die Frühjahrssitzung der Isnyer Kinderfestkommission hat Tradition. Zu schnell rinnt die Zeit dahin und eigentlich ist der „harte Kern“ das ganze Jahr mit Auf- und Vorbereitungen des Festes beschäftigt. Unermüdlich wird im Fundus gewerkelt und genäht, aussortiert und umgestaltet. Hier ist das Ehepaar Tischer mit seinen Helfer an der Arbeit und jedes Jahr kommen neue Kostüme hinzu.

Auch in der Remise wird fast das ganze Jahr gearbeitet. Nicht umsonst ist der Bestand an Festwagen in so gutem Zustand. Da ist Hans Staffe in seinem Element und immer wieder gelingt es ihm, Fahrzeuge aufzutreiben die dann liebevoll restauriert und umgebaut werden. Das ist ein großer Teil der Basis, auf der der Umzug am zweiten Sonntag im Juli stattfinden kann. Das Isnyer Kinder- und Heimatfest ist allerdings viel mehr als nur ein Umzug. Seit Jahrhunderten wird dieses Fest nun schon gefeiert und viele Isnyer sind selbst bei den Kinderfesttrommlern mitgelaufen. Auch in diesem Jahr stecken Vorstand, Festwirte und Vereine längst in den Vorbereitungen. Das vergangene Fest ist „durchgekaut“ und im kleinen Kreis des Vorstandes der Kinderfestkommission sind bereits die Abläufe für heuer beschlossen. Hier hat die Vorsitzende Sylvia Seitz die Fäden in der Hand. Unterstützt wird sie von Jakob Immler, Mario Maier und Achim Hertfelder als Beisitzer beziehungsweise Stellvertreter, Heike Hengge als Kassiererin und Evelyn Dürrenberger als Schriftführerin. Bei der jüngsten Sitzung waren das vergangene Jahr und die Begrüßung der Vertreter der Vereine schnell abgehakt. Weit fortgeschritten Die Pläne von Seitz, weg von den „hausgemachten“ Kostümen hin zu aufwendigen Nachschöpfung historischer Gruppen, sind bereits weit fortgeschritten. Für 2010 sind jetzt noch Landsknechte, Marketenderinnen, Renaissancegruppe sowie Pagen für Waldburg, Laubenberg und Montfort anzuschaffen. Die historische Gruppe der Erwachsenen Isnyer Bürger übernimmt Claus Fehr. Die Schulen der Teilorte verwalten ihre Kostüme selbst und die Grundschule Beuren soll im nächsten Jahr neu ausgestattet werden. Auch die Laubenbergschulen Grünenbach, Maierhöfen und Gestraz nimmt wieder am Umzug teil. Nach den Osterferien will Seitz die Schulen in den Fundus einladen, um Aus- und Rückgabe der Kostüme zu erläutern. Einen Teil der Kosten will Immler übernehmen. Der anschließende Kassenbericht und die Entlastung des Vorstandes gingen ohne Gegenstimme oder Einspruch vonstatten. Bis hin zum Eröffnungsabend im Kurhaus ist alles fest in einer Hand. Die Musikschule App wird in diesem Jahr aufspielen und Dr. Helmut Fischer bereitet alte Bilder und Filme von vergangenen Festen zur Präsentation vor. Noch eine Änderung haben sich Sylvia Seitz und der Vorstand ausgedacht. Sehr zum Ärger der Isnyer Stadtkapelle sind die Musiker in diesem Jahr nicht zu ihrem Traditionsauftritt beim Bürgerabend vorgesehen. In diesem Jahr soll die Musikkapelle Beuren den Bürgerabend bestreiten. Der Abschluss des Kinderfestes soll nach Meinung vieler Bürger wieder auf die Wiese am Kurhaus gelegt werden. Mitten im „Karussellgedudel“ das „Isnylied“ oder den althergebrachten Choral „Großer Gott wir loben Dich“ anzustimmen, sei einfach unpassend. Die Stadtkapelle hat hier bisher immer für einen würdigen Abschluss gesorgt und Traditionen sollten erhalten bleiben. Einen Appell adressierte der Vorstand an die Isnyer Bürger: Die Festplaketten (drei Euro) sind nicht nur als Anhänger für den Umzug gedacht. Sie berechtigen zum kostenlosen Eintritt zu allen Veranstaltungen und sollen dokumentieren, dass man sich mit dem Fest solidarisiert.

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