Planungen für neuen Hangar laufen

Rettungshubschrauber „Christoph 17“ muss im kommenden Jahr umziehen. Grund sind die Bauarbeiten am Klinikum. Foto: Archiv

Ist es sinnvoll den Hangar für einen Rettungshubschrauber im Gewerbegebiet und nicht am Klinikum zu platzieren? Genau das wird im kommenden Jahr in Kempten passieren. Der jetzige Hangar von „Christoph 17“ muss voraussichtlich im Frühjahr 2012 den Bauarbeiten am Klinikum Kempten-Oberallgäu weichen. Irgendwo in Ursulasried – der genaue Standort steht noch nicht fest – bekommt der orangefarbene Rettungshubschrauber ein neues Zuhause. Probleme in der Organisation nach der Auslagerung des Hangars sehen jedoch weder Stadtdirektor Wolfgang Klaus noch der verantwortliche Stationspilot, Johann Burger.

Je weiter die Bauarbeiten am Klinikum Kempten-Oberallgäu voranschreiten, desto näher rückt der Umzug von „Christoph 17“. Der Hangar des orangefarbenen Rettungshubschraubers wird im Zuge des Baufortschritts voraussichtlich im Frühjahr 2012 abgerissen. Künftig kann „Christoph 17“ dann nur noch auf dem Dach eines Klinikgebäudes landen. Stehen bleiben darf er dort nicht. „Anfang April 2012 werden die Bauarbeiten am Klinikum wohl soweit fortgeschritten sein, dass der Hangar nicht mehr nutzbar ist“, gab Stephan Rudolph, Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz, vergangene Woche bei einer Sitzung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Allgäu im Rathaus bekannt. Derzeit laufe die „schwierige Suche“ nach dem neuen Standort für einen Hangar, der im Industriegebiet Ursulasried entstehen soll. „Die endgültige Lösung ist mitten in der Planung. Nach der Festwoche können wir den konkreten Standort bekannt geben“, sagte der Verbandsvorsitzende, OB Dr. Ulrich Netzer. Rudolph berichtete jedoch, dass der neue Hangar bis April 2012 nicht fertig sein wird und es daher eine Übergangslösung geben wird. „Wir brauchen verschiedene Genehmigungen“, erklärte Wolfgang Klaus, Leiter des Referats Recht, Finanzen und Sicherheit der Stadt Kempten, am Freitag gegenüber dem KREISBOTEN. So müssten laut Klaus die Luftfahrtgenehmigung, die luftverkehrsrechtlichen Genehmigungen und die baulichen Genehmigungen eingeholt werden, damit der Bau beginnen kann. In der Vorplanung, die derzeit in vollem Gange ist, werden die verschiedenen möglichen Örtlichkeiten für den neuen Hangar eingegrenzt, damit nur ein Standort übrig bleibt, für den die gesamten Genehmigungen dann beantragt werden. Eine wichtige Rolle spielen auch Immissions- und Naturschutz. Ausweichen nach Durach „Nach der ganzen Vorplanung legen wir für uns einen Standort fest, mit dem wir in die Prüfung gehen. Das Verfahren ist damit dann sehr erfolgsversprechend“, so Klaus. Allerdings dauert das alles seine Zeit, so dass es sein kann, dass der neue Hangar noch nicht fertig ist, wenn der alte nicht mehr nutzbar sein wird. Daher suchte der Zweckverband bereits nach einer Übergangslösung und kam auf den Flugplatz in Durach. Nach Aussage des Luftamts sei das ein guter und geeigneter Übergangs-Standort. Er biete alle Betriebsbedingungen, erläuterte Klaus. Ob die Übergangslösung jedoch tatsächlich benötigt wird, stehe noch in den Sternen, meinte Stationspilot Johann Burger am Montag. Organisatorisch sehen übrigens weder er noch Klaus Probleme in der „Auslagerung“ des Hangars. Entscheidend sei, dass das Klinikum angeflogen werden kann, meinte der Referatsleiter. Das wird durch den Hubschrauberlandeplatz auf einem neuen Gebäude ermöglicht. Am neuen Standort wird neben der Bodenplatte ein Funktionsgebäude errichtet, das auch Platz für das Hubschrauber-Personal bietet. Dass der Hangar nicht mehr am Krankenhaus stationiert werde, sei eine bundesweite Tendenz, erklärte Burger. Das habe vor allem mit den Lärmimmissionen zu tun. Die einzige Sache, die man laut Burger als kleinen Nachteil in Betracht ziehen könnte ist, dass einige Notärzte des „Christoph 17“, die nebenbei im Klinikum arbeiten (wenn gerade keine Einsätze sind), das künftig nicht mehr können.

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