Plötzlich ernst

Etwa fünfzehn Kinder hatten sich vergangene Woche im Rahmen des Ferienprogramms am Bufflerweg in der DRK-Rettungswache eingefunden. Das diensthabende DRK-Team um Anita Schönberger, Werner Wagegg und Daniel Meister war nur zu gerne bereit, die Isnyer Kinder mit dem Rettungswesen vor Ort vertraut zu machen. „Das nimmt ihnen die Ängste wenn tatsächlich mal etwas passiert und wir zum Einsatz kommen,“ sagte Werner Wagegg dazu.

Schwupps stand die ganze Rasselbande im Rettungswagen und Daniel Meister erklärte die Geräte im gerade drei Wochen alten Fahrzeug. EKG, Sauerstoffgehalt im Blut, Atemunterstützung, Anlagen von Schiene und Katheder, alles wurde durchprobiert. Die Funktion der fahrbaren Trage und des Transportstuhls interessierte durchaus. Gerade war die Frage aufgetaucht: „Machen wir jetzt eine Ehrenrunde?“ Da mussten die DRK Mitarbeiter allerdings den Kopf schütteln. „Wir sind ein Einsatzfahrzeug und wenn was passiert, sind wir weg!“ Kaum ausgesprochen, ging auch schon der Alarm los. „Verkehrsunfall Richtung Leutkirch“ und mit Blaulicht und Martinshorn verschwand das Fahrzeug. Für die Kinder gewiss ein prägendes Erlebnis und der richtige Rückweg in die Realität. Wo war nur die Stunde geblieben? Ausgerüstet mit frischen Spritzen und aufgeblasenen Einweghandschuhen ging es anschließend nach Hause. Die DRK Rettungswache ist dauernd besetzt. Bei Anruf 112 hat man in Isny die intergrierte Feuerwehr- und DRK-Leitstelle Ravensburg am Apparat, die dann alle notwendigen Schritte einleitet. Die genaue Anweisung erhält das Team während der Anfahrt über Funk. Ob der Notarztwagen ebenfalls zum Einsatz kommt, wird von der Leitstelle entschieden. Das neue Fahrzeug ist technisch auf dem neuesten Stand und direkt vom RTW kann computergesteuert das Krankenhaus über den Zustand des Patienten informiert werden.

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