Positive Tendenzen

Hauptkommissar Herbert Schmid (links) und Kriminaldirektor Josef Hiller konnten im Gemeinderat erfreuliche Tendenzen vorstellen. Foto: Schubert

Keine Frage: In Isny hat die Polizei noch immer genug zu tun, auch wenn die Statistik gar nicht so schlecht aussieht. Polizeieinsätze hat es immer gegeben und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Kriminaldirektor Josef Hiller von der Ravensburger Polizeidirektion und Hauptkommissar Herbert Schmid, Leiter des Polizeipostens Isny, berichteten vergangene Woche im Gemeinderat im Rahmen des Sicherheitsgesprächs aus der Arbeit von Januar bis Oktober.

Der Polizeiposten Isny ist mit 12 Polizisten besetzt und hat in den Abendstunden regelmäßig einen Bereitschaftsdienst. Zum Wochenende hin arbeiten die Beamten bis 2 Uhr. Während der anschließenden Nachtstunden übernimmt der Streifendienst aus Wangen das Gebiet Isny mit. Bei den im Raum Isny anfallenden Delikten ist ein hoher Aufklärungsanteil zu verzeichnen. Wie Kriminaldirektor Hiller mitteilte, wird der Posten daher auch künftig mit 12 Beamten besetzt sein. Hiller wies dabei ausdrücklich darauf hin, dass zum Beispiel Bad Waldsee mit nur sechs Polizisten auskommen muss. Die Ordnungsstörungen im Raum Isny gliedern sich wie folgt: 99 Einsätze bei Streitigkeiten, 46 Einsätze wegen betrunkener Personen, sieben Mal Gewahrsam wegen Trunkenheit, 75 Einsätze wegen überlauter Veranstaltungen, vier Einsätze wegen Gewalt im sozialen Nahraum und vier Platzverweise im Zusammenhang mit Gewalt im sozialen Nahraum. Mehr Drogen Körperverletzungen und Sachbeschädigungen sind aus Sicht der Polizei erfreulicherweise zurück gegangen. Die meisten Delikte in dieser Hinsicht finden freitags und samstags statt. Der Tag mit der geringsten Anzahl von Delikten ist wie immer der Montag. Vorkommnisse, an denen Kinder und Jugendliche beteiligt waren, haben seit 2006 kontinuierlich abgenommen. Bei den Rauschgiftdelikten ist eine leichte Zunahme zu verzeichnen. Das liegt aber nach Meinung der Polizei an der zunehmenden Strafverfolgung in diesem Bereich. Die Isnyer Entwicklung: Der öffentliche Alkoholkonsum ist weiterhin auf hohem Niveau, das Problembewusstsein wächst, Gruppen und Einzelpersonen fordern ein konsequentes Einschreiten heraus. Der Einzelhandel hält sich bei dem Verkauf von Alkoholika weitgehend an die eingeforderten Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes. Im Anschluss an den Polizeibericht zur Sicherheitslage berichtete Martin Bethäuser, Leiter des Ordnungsamtes, über den DSS (Danner Security Service). 486 Einsatzstunden wurden bisher in diesem Jahr geleistet und die Zweierstreifen haben sich bewährt. Hauptkommissar Herbert Schmid bestätigte, dass mit dem neuen Securitydienst in diesem Jahr immer ein guter Kontakt möglich war. Bürgermeister Rainer Magenreuter wird daher bei besonderen Veranstaltungen auch weiterhin den DSS beauftragen. Die Gemeinderäte zeigten sich beeindruckt von den Berichten und dankten den Verantwortlichen für ihre effektive und erfolgreiche Arbeit.

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