Party von der Jugend für die Jugend

Party satt auch für unter 18-Jährige

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Freuen sich auf das Sommerfestival FRAISUTI von Jugendlichen für Jugendliche: Celina Höbel aus dem Orga-Team und Stefan Keppeler, Vorsitzender Stadtjugendring.

Was bitte ist FRAISUTI? Kemptens Jugend scheint sich derzeit in „Insider“ und „Outsider“ zu teilen. FRAISUTI ist nämlich der von Jugendlichen selbst kreierte Name für die Premiere des darin abgekürzten „Fresh Air Summertime“ Festivals am kommenden Freitag, 29. Juli, ab 14 Uhr am Illerstrand

Das Besondere daran: die große Freiluft-Party findet zwar unter der Verantwortung des Kemptener Stadtjugendrings (SJR) statt. Vom Namen über die Plakatgestaltung bis zum Inhalt und der Kostenplanung – „eigentlich alles konnten die Jugendlichen selbst bestimmen“ und auch das Programm sei „demokratisch festgelegt“ worden, zeigte sich SJR-Vorsitzender Stefan Keppeler begeistert davon, was diese auf die Beine gestellt hätten.

Um FRAISUTI mitgestalten zu können, habe man sich auf einen Aufruf hin in der Schule freiwillig melden können, erzählt Celina Höbel aus der 10. Klasse am Carl-von-Linde-Gymnasium. Die 16-Jährige wird im Nachmittagsprogramm vier bis fünf Coversongs zum Besten geben. „Ich mag es, auf der Bühne zu stehen“ und zu zeigen, dass man auch „was drauf haben kann“, wenn man noch nicht so viel Erfahrung habe, meinte sie im Gespräch mit dem Kreisboten selbstbewusst. Ein bisschen Sorge hat sie nur, weil sie schon um 14.45 Uhr dran sei und „wenn es zu heiß ist“, komme so früh vielleicht kaum jemand – „das wäre schade“. Schade sicher auch für die weiteren Nachwuchstalente, die sich auf ihre Auftritte vorbereitet haben. Vorsorglich hat die junge Sängerin deshalb schon rund 300 Leute via Facebook informiert.

Es ist eine stattliche Programmfülle, die die Freiwilligen in mehreren Workshops zusammengestellt haben: neben diverser Live-Musik aus den eigenen Reihen gibt es unter „Dance & Drum – OnStage“ eine Choreographie vom Kari.Tanzhaus, die Kemptener Band „Far Behind the Sun“ tritt mit Instrumental-Sound an, es gibt „Mundart-Raggae“ von Losamol und DJ Beetstyle sorgt ebenfalls für Stimmung. Abends wird die Hauptbühne von Rapper BBou aus Amberg sowie „Liquid“ gerockt. Auf dem restlichen Party-Gelände sorgt DJ Ivan S. für den richtigen Sound, Food-trucks bieten Essen und Trinken – zu erschwinglichen Preisen, wie Keppeler versicherte – und zur parallel stattfindenden Einweihung der Erweiterung des Skaterplatzes am Illerstadion wird ein Contest durchgeführt, nicht zu vergessen eine Light- und Lasershow. Gegen 23.30 Uhr soll an der Iller dann für alle Schluss sein. Über 18-Jährige allerdings können bei der Offiziellen After-Show-Party im Parktheater und/oder Künstlerhaus bis 5 Uhr in der Früh weiterfeiern.

Da wundert es kaum, dass mit den Planungen schon vor rund einem Jahr begonnen wurde, wie Keppeler sagte, mit dem Ziel, ein Sommerfestival von Jugendlichen für Jugendliche zu machen. Denn immer wieder seien Rückmeldungen von 16-Jährigen gekommen, dass sie abends nirgends hin dürften. Hier nun „dürfen sie mal ausgelassen feiern“, auch wenn der SJR natürlich den Jugendschutz im Auge behalten müsse; allerdings mit dem Anspruch „befähigen statt verbieten“ und den Jugendlichen somit Eigenverantwortung zuzutrauen.

Ob das Ziel „schwarze Null“ erreicht werden kann, wird wohl vor allem von der Besucherzahl abhängen. Insgesamt dürfte die Kalkulation mit spitzer Feder geführt worden sein, denn laut Keppeler „müsste ich normalerweise 25 Euro Eintritt“ verlangen. Stattdessen sind es gerademal fünf Euro, die Besucher des FRAISUTI-Festivals für den Eintritt berappen müssen.

„Erst denkt man ‚boah’, das ist schon viel“, gibt Celina Höbel zu, aber Kino sei teurer und so im Vergleich „ist es dann schon günstig“. Ihr habe die Arbeit für FRAISUTI Spaß gemacht und auch gelernt habe sie etwas dabei: „Es ist schon krass, wieviel Arbeit da drin steckt.“ Nun hofft sie, dass auch viele Jugendliche das Angebot selbst bei heißen Temperaturen annehmen werden. Und was, wenn es statt dessen wieder einmal Schütten sollte? „Für uns gibt es nur ein Augen-zu-und-durch“, ist Keppeler überzeugt davon, dass Regen bei einem Festival ja auch „einen gewissen Charme hat“. Eine Abendkasse soll es übrigens nur dann geben, wenn im Vorverkauf Karten übrig bleiben.

„FRAISUTI – Beginne den Sommer Deines Lebens“, Freitag, 29. Juli, ab 14 Uhr am Illerstrand beim Illerstadion/Kempten.  Christine Tröger

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