Vortrag im Klinikum

Babyglück aus dem Labor

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Das Leben dieser Zwillinge, die Professor Dr. Ricardo Felberbaum in seinen Armen wiegt, begann im Labor des Kinderwunschzentrums.

Kempten – Ein Leben ohne Kind? Das möchten sich die 12 jungen Paare und sechs Frauen, die nach Kempten zum Vortrag von Professor Dr. Ricardo Felberbaum gekommen sind, nicht ausmalen. Bisher warten sie vergeblich auf den ersehnten Nachwuchs.

„Meine Frau und ich wünschen uns seit sieben Jahren ein Kind“, spricht ein Mann das Problem offen an, „doch geklappt hat es bisher nicht.“ Nun wollen sie vom Chefarzt der Frauenklinik am Klinikum Kempten-Oberallgäu erfahren, wie die moderne Medizin zur Schwangerschaft verhelfen kann.

Am Kinderwunschzentrum Kempten hat der Reproduktions-Mediziner schon viele Paare zu glücklichen Eltern gemacht. Das allgäuweit einzige Zentrum dieser Art wurde 2006 auf Initiative des Gynäkologen am Klinikum Kempten gegründet. 20 bis 30 Prozent der Frauen werden dort nach der ersten Kinderwunschbehandlung schwanger. Häufig müssen aber auch mehrere Anläufe genommen werden.

Klappt es auf natürlichem Weg mit dem Baby nicht, fragen sich Paare: „Liegt es an mir? Liegt es an meinem Partner? Machen wir etwas verkehrt?“ Professor Felberbaum kennt die Problematik und den enormen Leidensdruck, der dahinter steckt. „Wir wissen, dass Sie sich Rat, Unterstützung und tatkräftige Hilfe in dieser schwierigen Situation wünschen“, sagt er.

Nach gründlicher Information und Diagnostik unterzieht der Mediziner behandlungswillige Paare verschiedenen Verfahren. Dazu zählen die hormonelle Stimulation des Eierstocks zur Empfängnis auf natürlichem Weg, die Inseminationsbehandlung (bei der das Sperma aufbereitet und konzentriert wird) oder die Invitro-Fertilisation (IVF), also die künstliche Befruchtung im Reagenzglas mit anschließendem Embryotransfer in die Gebärmutter.

Frühzeitig Hilfe suchen

Louise Brown, die 1978 als weltweit erstes Retortenkind Schlagzeilen machte, lächelt während des Vortrags von der Wand ins Publikum. Im Arm hält die inzwischen 35-Jährige ihr eigenes Baby. Und Professor Felberbaum macht den Zuhörern Mut. „Carpe diem“, rät er, „nutzen Sie den Tag und suchen Sie frühzeitig Hilfe.“ Denn je jünger das Paar, umso größer die Chancen auf eine Schwangerschaft, „die sich mit etwas Glück und Gottes Segen einstellen wird.“

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