Weihnachtsmarkt: Ausweitung bis zur Freitreppe geplant – Programm steht weitestgehend

Anschluss an Fußgängerzone

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So wie auf diesen kleinen Gummibärchenpackungen, die es heuer erstmals zum Kemptener Weihnachtsmarkt gibt, sieht das neue Plakat des Weihnachtsmarktes aus.

Kempten – „Die Entwicklung des Weihnachtsmarktes ist ein Prozess. Ich weiß nicht, ob dieses Jahr schon alles gelingt“, meinte Martina Dufner-Wucher, Geschäftsführerin des für den Kemptener Weihnachtsmarkt zuständigen Eigenbetriebs „Kempten Messe- und Veranstaltungsbetrieb“, als sie am Donnerstag im Werkausschuss über die aktuellen Planungen zum diesjährigen Weihnachtsmarkt, der vom 25. November bis 22. Dezember stattfindet, informierte.

In den vier Sitzungen des Arbeitskreises sei es vor allem um die Verbesserung von Atmosphäre, Rahmenprogramm und Familienfreundlichkeit des Weihnachtsmarktes gegangen, erläuterte Dufner-Wucher. Die Agentur Studio Neo aus Kempten hat eine neue Werbelinie für den Markt geschaffen und um Bürgerinnen und Bürger auf den Weihnachtsmarkt aufmerksam zu machen, wird plakatiert, es werden Anzeigen geschaltet, Programmflyer gedruckt und ausgelegt sowie Wegweiser in der Innenstadt aufgestellt. Um eine Anbindung an die Fußgängerzone zu schaffen, werden ein paar Händler in Richtung Freitreppe platziert und auch die Dekoration dorthin ausgeweitet. Die Umsetzung sei jedoch schwierig, weshalb es noch Gespräche mit den Geschäften in der Rathausstraße geben müsse. Auch mit dem City-Management werde zusammengearbeitet.

Alle Stände des Weihnachtsmarktes konnten vergeben werden, wobei die Nachfrage vor allem im Gastronomiebereich wieder sehr groß war. Hier konnten nicht alle Bewerber angenommen werden.

Die Eröffnung durch OB Thomas Kiechle soll am 25. November um 18 Uhr an der Freitreppe stattfinden und von der Tanzschule Stiltanz umrahmt werden. Im Rahmenprogramm finden sich außerdem die Krippenausstellung im Rathaus, eine Weihnachts-Tanzshow, Vorführungen des Glasbläsers, der Adventskalender des TIK, der Stadtnikolaus, verschiedene Führungen und einige Aktionen für Kinder wie Kinderglasblasen, Basteln und Erlebnisbacken in der Kinderhütte (15 bis 18 Uhr), Zauberer Rudi Rotnase und eine Kinder-Krippen-Führung. Auch Standkonzerte an der Freitreppe, am Rathaus oder teilweise an verschiedenen Standorten auf dem Markt sind geplant. Die Akquise von Gruppen für diese Standkonzerte laufe jedoch nicht gut, von rund 90 angeschriebenen Musikgruppen hätten sich nur wenige rückgemeldet, so Dufner-Wucher.

„Es ist mir unbegreiflich, dass nur so wenige Standkonzerte geben wollen“, meinte Klaus Knoll (FW). Außerdem plädierte er dafür, dass diese Konzerte jeden Tag zum gleichen Zeitpunkt stattfinden sollten, damit die Bürger wüssten, dass um diese Uhrzeit auf jeden Fall Musik auf dem Weihnachtsmarkt gespielt wird. Diesen Vorschlag setzte auch OB Thomas Kiechle als Ziel. In der Regel bekämen die Musikgruppen lediglich einen Glühweingutschein, gab Dufner-Wucher bekannt und machte daran einen möglichen Grund für die geringe Resonanz fest. Mehr könne man aufgrund des geringen Budgets für den Weihnachtsmarkt meist nicht bezahlen. Aber „wir gehen der Sache nochmals nach“, versprach sie und betonte einmal mehr, dass der Weihnachtsmarkt sich entwickeln müsse. „Wir sind auf dem Weg, aber es gibt noch einiges zu tun!“

Einiges zu tun gebe es auch noch im Bereich Vermarktung, unterstrich Helmut Berchtold (CSU). Man müsse in den nächsten Jahren zulegen, zum Beispiel bei der Akquise von Busgruppen, so der Busunternehmer. Seine Parteikollegin Birgit Geppert pflichtete ihm bei: „Wir haben noch nicht den richtigen Dreh raus bei der Vermarktung.“ Dies zu verbessern sei eine Aufgabe des Tourismus, so Wirtschafts-, Kultur- und Verwaltungsreferent Dr. Richard Schießl. Wie berichtet ist der Bereich Tourismus ab 2017 ins KKU ausgelagert, was mehr Freiheiten schaffen soll. „Hier muss das Budget dann da sein, das kostet dann richtig Geld.“ Der Eigenbetrieb arbeite derzeit neben den Flyern und Anzeigen mit Mailings an Hotels und umliegende Orte, mehr sei aufgrund des wenigen Budgets nicht möglich, so Dufner-Wucher.

Melanie Weidle

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