49 Ratten aus Käfigen befreit

Zahlreiche Ratten, die in unzumutbarben Zuständen lebten, mussten Mitarbeiter des Tierheims Kempten jüngst befreien. Das Tierheim war eigenen Angaben zufolge informiert worden, dass vor einer Wohnungstür in Kempten-Bühl drei Käfige mit etwa 35 Ratten abgestellt worden sind. Auch die Polizei war bereits informiert.

Wie die Polizei in Erfahrung brachte, war der Wohnungsbesitzer der Ex-Freund der Tierbesitzerin. Zusammen mit dem Ordnungsamt entschieden die Beamten, dass die Ratten umgehend an das Tierheim übergeben werden. „Als die kleinen Nagetiere im Heim eintrafen, waren die Mitarbeiter über den Zustand der Tiere und die Umstände, unter denen sie leben mussten, entsetzt“, schilderte Dr. Erika Kienle, Vorstandsmitglied des Tierheims. Es stellte sich heraus, dass es nicht wie angenommen 35 Ratten waren, sondern 49. Die Mitarbeiter des Heims entschieden sofort, die Tiere nicht mehr an die Besitzerin zurückzugeben und infomierte auch das Ordnungsamt darüber. Die Besitzerin hatte zuvor im Tierheim angerufen und wollte ihre Ratten wieder haben. 32 in einem Käfig „Es war Tierquälerei im höchsten Maße“, so Dr. Kienle weiter. In einem Nyphensittichkäfig waren 32 Ratten untergebracht. Sie waren völlig verdreckt, hatten kein Wasser, kein Futter und übelriechend nach Ammoniak aus dem Urin. Auch die anderen zwei Käfige sahen nicht anders aus. In zweistündiger Arbeit haben Tierärztin Dr. Daniela Heldt und Tierpflegerin Marina Bischoff die Nager erfasst, untersucht und tierärztlich versorgt. Einige eingeschläfert Kienle erläuterte, dass alle Floh- und Milbenbefall hatten. Viele litten zudem unter Tumoren, schwerer Atemnot und Verletzungen. Einige Tiere mussten aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes eingeschläfert werden. „Wenn die verbliebenen Ratten sich erholt haben, können die Ersten vielleicht schon bald vermittelt werden“, sagte Kienle abschließend.

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