Neue und modernisierte Züge

"Ein freudiger Moment"

+
BEG-Geschäftsführer Dr. Johann Niggl (links) und Hansrüdiger Fritz, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bayern (rechts) unterzeichnen den Vertrag zum Dieselnetz Allgäu. DB Regio Allgäu-Schwaben-Geschäftsleiterin Bärbel Fuchs schaut zu.

Kempten/Allgäu – Ab Dezember 2017 werden die Fahrgäste im Allgäu von neuen Fahrzeugen und einer teilweise besseren Vertaktung profitieren. Dies haben am Dienstagvormittag in Kempten die Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und DB Regio Allgäu-Schwaben besiegelt.

Im Rathaus unterzeichneten beide den neuen Verkehrsvertrag, der bis ins Jahr 2029 für die Dieselstrecken im Allgäu gelten wird – mit Ausnahme der engeren Einzugsbereiche von München und Ulm sowie der Strecke nach Füssen.

Von einem „freudigen Moment“ sprach Bärbel Fuchs, Geschäftsleiterin von DB Regio Allgäu-Schwaben, „da durch die Vertragsunterzeichnung über 300 Arbeitsplätze gesichert werden“. Dass die DB Regio Allgäu-Schwaben die Aus- schreibung für die Strecken gewonnen hat, ist wie berichtet schon seit August 2014 bekannt, am Dienstag wurde die weitere Zusammenarbeit mit der BEG durch die Vertragsunterzeichnung auch offiziell besiegelt.

„Mit dem neuen Vertrag sichern wir das heutige Angebot im Allgäu und können im Fahrplan sogar einige Detailverbesserungen umsetzen“, so Dr. Johann Niggl, Geschäftsführer der BEG, die den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Freistaat plant, finanziert und kontrolliert. „Künftig ist in jedem Zug ein Zugbegleiter an Bord. Dadurch wird auch der Service verbessert.“ Außerdem werde DB Regio auf Basis der BEG-Vorgaben in den Hauptverkehrszeiten im Zulauf auf München und Augsburg bei einzelnen Zügen mehr Sitzplätze anbieten.

„Wir freuen uns, dass wir den Fahrgästen im Allgäu künftig neue und modernisierte Züge bieten können. Dafür investieren wir und sichern mehr als 300 Arbeitsplätze in Kempten“, so Hansrüdiger Fritz, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bayern.

Zwischen München/Augsburg und Kempten – sowie auf der Illertalbahn von Ulm über Kempten bis nach Oberstdorf, Pfronten, Lindau und Wangen wird DB Regio Allgäu-Schwaben 26 neue niederflurige Dieseltriebzüge des Typs VT 633 einsetzen. Die beschleunigungsstarken dreiteiligen Züge bieten eine Kapazität von 142 Sitzplätzen. Bis zu vier Züge können aneinandergekoppelt werden und bieten dann rund 560 Sitzplätze. „Damit sind wir auch für Großveranstaltungen gerüstet“, so Fritz.

Die Züge verfügen über mehrere Mehrzweckbereiche, eine Sitzlandschaft mit überwiegend vis-à-vis Sitzplätzen, Videoüberwachung und eine mobile Klapprampe im Einstiegsbereich für mobilitätseingeschränkte Reisende. Über 50 Prozent der Plätze werden Fritz zufolge zudem mit Tischen ausgestattet.

Auf der Linie von Augsburg nach Oberstdorf und Lindau wird die Bahn weiterhin die bekannten Dieseltriebzüge mit Neigetechnik der Baureihe VT 612 einsetzen. Die spurtstarken, hochflurigen Neigetechnikzüge werden neu auch zwischen Augsburg und Memmingen sowie Bad Wörishofen sowie bis zur Elektrifizierung auch zwischen München und Memmingen verkehren. Die 29 zweiteiligen Züge verfügen über 146 Sitzplätze und werden mit einem Hublift und Videoüberwachung ausgestattet. Die Fahrzeuge erhalten ein umfangreiches Redesign (Auffrischung der Innenausstattung und neue Polsterbezüge). „Der Zug wird relativ neu aussehen, man wird ihm nicht ansehen, dass er Baujahr 2002 ist“, betonte Fritz.

In neue Züge und die Erneuerung von Zügen wird ein dreistelliger Millionenbetrag investiert.

kb/Melanie Läufle

Meistgelesene Artikel

Ausblick und Austausch

Kempten – Knapp 200 Repräsentanten der verschiedenen Bereiche des Lebens in Kempten versammelten sich am Dienstagabend in der Schrannenhalle des …
Ausblick und Austausch

Lebensgefährtin versucht anzuzünden

Kempten – Am Donnerstagnachmittag vergangener Woche eskalierte ein Streit zwischen einem Pärchen, in dessen Verlauf der Mann offenbar versuchte seine …
Lebensgefährtin versucht anzuzünden

Mongolei – Nomadenstaat im Spannungsfeld mit Urbanisierung

Kempten – Das Haus International erfüllte auch an diesem Abend seine Mission als interkulturelles Zentrum der Stadt Kempten. Der recht gut besuchte …
Mongolei – Nomadenstaat im Spannungsfeld mit Urbanisierung

Kommentare